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Usedom Kurios: Die älteste OZ ist 104 Jahre alt
Vorpommern Usedom Kurios: Die älteste OZ ist 104 Jahre alt
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00:05 13.06.2017
Seit 50 Jahren begeisterte OZ-Leserin: Karin Labahn blättert in der aktuellen Ausgabe. Quelle: Foto: Henrik Nitzsche
Bansin

Karin Labahn aus Bansin-Dorf hat die wohl älteste Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG. Sie hat es Schwarz auf vergilbtem Weiß: „Freitag, 22. Mai 1913“ steht da oben rechts auf Seite 13 ihrer Ausgabe. Dann wäre die OZ jetzt 104 Jahre alt, gefeiert wird aber in diesem Jahr der 65. Geburtstag. Karin Labahn ist zwei Jahre älter und hütete die kuriose Ausgabe, die damals in ihrem Briefkasten landete, wie einen kleinen Schatz. Damals, das war die Wochenendausgabe 27./28. Juni 1998 – auf allen Seiten steht das richtige Datum, bis eben auf der lokalen ersten Seite. „Ich habe mich damals amüsiert und die Zeitung aufgehoben. Dieser kuriose Druck-Fehler passt doch jetzt zum OZ-Geburtstag“, meint die gebürtige Bansinerin, die seit gut 50 Jahren Leserin der OSTSEE-ZEITUNG ist.

Kuriositäten zum Jubiläum

Liebe Leser, haben auch Sie vielleicht noch eine Ausgabe von diesem Tag? Ist Ihnen der kleine Druckfehler von damals aufgefallen? Zum 65. Geburtstag der OSTSEE-ZEITUNG suchen wir solche Kuriositäten oder lustige Verwechslungen rund um die Zeitung. Wenn Sie etwas Ähnliches haben, schreiben Sie uns eine Mail an usedom@ostsee-zeitung.de.

Und an dem besagten Tag im Juni 1998 lesen konnte, dass der damalige Benzer Pastor Martin Bartels Kurs auf den Ruhestand nimmt, dass auf dem Gelände des heutigen „Kaiserstrand Beachhotels“ ein „Strandhotel“ geplant war und der damalige Sparkassendirektor Joachim Knauer verabschiedet wurde.

Wäre es tatsächlich 1913 gewesen, hätte sie solche Schlagzeilen gelesen: Kopenhagen bekommt mit der kleinen Meerjungfrau ein Städtewahrzeichen, und in Essen wird die Handelsgruppe „Aldi“ gegründet.

Und auf Usedom? Silvester 1913 wurde die Küstenregion von Usedom von einem schweren Hochwasser heimgesucht.

„Ich interessiere mich schon immer für das lokale Geschehen. Was mit dem Wolgaster Krankenhaus veranstaltet wurde, kann ich bis heute nicht verstehen“, sagt die 67-Jährige, die bis 1993 in der Verwaltung der Deutschen Reichsbahn gearbeitet hat. Inzwischen genießt sie ihr Rentnerdasein und engagiert sich für die Bansiner Kirchengemeinde. „Wir helfen bei Konzerten in der Kirche und betreuen die Künstler. Ich bin kein gläubiger Mensch, brauche aber eine Aufgabe und muss unter Leuten sein.“ Besonders freut sie sich in der Woche in der OZ auf die Seite vom polnischen Nachbarn. „Ich kenne mich in Swinemünde sehr gut aus und bin immer wieder erstaunt, was dort so alles passiert und gebaut wird, besonders an der Promenade“, sagt Karin Labahn. Ihre Mutter lebte in dem damals noch deutschen Ostseebad. „Als die Russen im Zweiten Weltkrieg einmarschierten, flüchtete sie mit dem Schiff nach Flensburg. Sie hat sehr oft über ihre alte Heimat erzählt. Deshalb fahre ich auch regelmäßig nach Swinemünde.“

Weil sich ihr Briefkasten in Bansin-Dorf am Nebenblock befindet, kommt die Bansinerin erst nach dem Frühstück zur täglichen Zeitungsschau. „Das ist kein Problem, ich habe Zeit.“ Und die verbringt sie auch gerne mit Spaziergängen. „Einmal in der Woche muss ich ans Meer“, so Karin Labahn, die gegenwärtig ein Buch geradezu verschlingt, was erst frisch auf den Markt gekommen ist. Das Werk vom Heringsdorfer Hobbyhistoriker Hans-Ulrich Bauer trägt den Titel „Bansiner Villen in alten Ansichten“. Sicherlich sind da auch Details aus dem Jahr 1913 dabei.

Henrik Nitzsche

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