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Usedom Kurplatz-Gestaltung: Ückeritzer Bürger sollen mitentscheiden
Vorpommern Usedom Kurplatz-Gestaltung: Ückeritzer Bürger sollen mitentscheiden
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00:00 26.11.2016

. Das Wichtigste nach den lähmenden Monaten der Unkultur bei öffentlichen Sitzungen: Dem großen Interesse an der Ortspolitik begegnete der amtierende Bürgermeister Franz Wöllner am Donnerstagabend mit Anerkennung und Ruhe. In höflich konstruktiver Art, in der das gegenwärtige Gemeindeoberhaupt jedoch die öffentliche Diskussion von Personalfragen ablehnte, erntete er dafür ermutigenden Zuspruch.

Damit die Gemeinde vorausschauend arbeiten kann, bat er um Rückstellung der Beschlussfassung zur Aufstellung als auch zur Veränderungssperre im Geltungsbereich des B-Plangebietes 11 – Sondergebiet „Touristische Infrastruktur – Ortsmitte“, um die gegenwärtig mit der mittleren Führungsebene des Aldi-Konzerns laufenden Gespräche nicht einzuengen. Deshalb wurde die Absicht, auf das Areal ein Bauleitverfahren zu legen, auch wieder revidiert. Der jetzige Discounter bleibe etwa zwei Jahre noch erhalten. Welche Lösung dann komme, verhandele man mit dem Käufer der Immobilie, der Firma Stolz. Während für den Aldi-Markt eine andere Verkaufseinrichtung zum Zuge kommen könnte, sieht Wöllner wie die meisten Ückeritzer es als notwendig an, auch künftig zwei Discounter im Ostseebad zu haben. Wo das zu realisieren sei, sei zu erörtern.

Vorerst weiter offen bleibt auch die Diskussion zur Ansiedlung einer betreuten Wohnanlage im Ort. Angesichts der 78 Einwohner über 80 Jahre und weiterer 122 Mitbürger zwischen 71 und 80 Jahren wurde die Vorstellung des Wohnprojektes des DRK sehr begrüßt, der alte Kurplatz als Standort jedoch nicht unbedingt favorisiert. Dass die zur Beratung der Standortfrage ins Leben gerufene bürgeroffene Arbeitsgruppe um Marko Biedenweg und Hartmut Wolf letztendlich auf eine Einwohnerbefragung hinsichtlich der Nutzung des alten Kurplatzes hinauslaufen könnte, befürworteten die Bürger sehr. „Wir werden nichts ohne oder gar gegen die Bürger entscheiden“, versicherte Wöllner gestern auf Nachfrage.

Mit dem unablässigen Bestreben, die Einwohner bei kommunalen Entscheidungsfindungen im Spagat der Befindlichkeiten mitzunehmen, richtete das Ortsoberhaupt eine herzliche Einladung an die Bevölkerung, sich an der öffentlichen Tagung des Ausschusses für Tourismus und Erholung am Dienstagabend zu beteiligen. „Wir werden intensiv darüber reden, welche Projekte wir 2017 in Angriff nehmen.“

Weil die Schulbusse nur noch den Ort auf der Bundesstraße durchqueren und damit weder dem Sicherheitsbegehren der Kinder, der Eltern noch der Gemeinde Rechnung tragen, übte Wöllner im Namen aller öffentlich harteKritik an der UBB. Mit Blick auf eine wesentlich sicherere Ein- und Ausstiegs- und vor allem Wartevariante an der eigens dafür vorgesehenen Bustasche am Parkplatz neben der Schule verlieh er seiner Enttäuschung Ausdruck: „Es wäre ein Signal gewesen, das ein Monopolist seinen Kunden, denn auch die Kinder sind seine Kunden, geben könnte, ohne eine große Zeitverzögerung hinnehmen zu müssen.“ Im sei völlig unverständlich, weshalb die Bahn sich nicht kompromissbereit zeige. Der Service- und Dienstleistungsgedanke bleibe komplett auf der Strecke. Das betreffe sowohl die 24 Grundschüler als auch jene 270 Schüler, die Bahn nutzen.

Wöllner wartet noch auf die Antwort der Landrätin, die einen Brandbrief zum Thema Schülertransport bekommen habe.

Beate Rother und Steffen Adler

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