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Land fördert Schulsozialarbeiter weiter

Greifswald Land fördert Schulsozialarbeiter weiter

Auch Jugendsozialarbeiter werden unterstützt. Für die Träger bedeutet das mehrjährige Planungssicherheit.

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Lars Bergemann

Greifswald. Wie werden in der neuen Förderperiode ab 2015 Schulsozial- und Jugendsozialarbeiter durch das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt? Antwort auf diese Frage erhofften sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Landkreises auf ihrer jüngsten Sitzung — immerhin sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald 34 Schulsozialarbeiter, die über den Europäischen Sozialfonds und 18 weitere Stellen, die über Bundesmittel zum Teilhabepaket finanziert werden sowie 24 Jugendsozialarbeiter davon abhängig.

Am Ende waren die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses mehr als erfreut. Denn Klaus Wergin, in der Landesregierung zuständig für genau dieses Gebiet, sicherte den Ausschussmitgliedern zu, dass die Landesregierung auch in den kommenden Jahren bis 2017 und länger die 50-prozentige Finanzierung der Stellen übernimmt. „Das sind sehr gute Neuigkeiten, denn Schwerin plante noch zu Jahresbeginn die Förderung bei der Jugendsozialarbeit auf 45 Prozent zu kürzen“, schildert der Vorsitzende des Gremiums, Lars Bergemann (Die Linke). Für viele Jugendsozialarbeiter hätte das nach seinen Worten eine unsichere Perspektive bedeutet. „Aber Sozialarbeiter, die vor allem in den Jugendklubs des Landkreises tätig sind, werden dringend gebraucht. Sie sind gerade im Freizeitbereich durch ihre Arbeit mit Jugendlichen unverzichtbar“, macht Bergemann deutlich. Mit der Zusicherung aus Schwerin für die Kofinanzierung könne den Trägern der Schul- und Jugendsozialarbeit Planungssicherheit für drei Jahre gegeben werden. „Das ist erstmalig, sonst waren wir immer auf Jahresverträge angewiesen“, sagt Bergemann. Außerdem müsste dadurch auf das Erstellen von Prioritätenlisten verzichtet werden.

Die andere Hälfte der Kosten für Sozialarbeiter muss der Landkreis bzw. die Wohnsitzgemeinde übernehmen. Allein der Landkreis gibt jährlich dafür über 200 000 Euro für die Jugendsozialarbeiter und fast 400 000 Euro für die Schulsozialarbeiter aus. Und da bleibt für den Ausschussvorsitzenden eine große Unwägbarkeit: „Was passiert, wenn der hoch verschuldete Landkreis oder Wohnsitzgemeinden mit nicht ausgeglichenem Haushalt sich zu der ebenfalls für sie geltenden 50-prozentigen Finanzierung bekennen?“, fragt er.

Der Jugendhilfeausschuss erwartet deshalb nach Lars Bergemanns Aussage von der Kommunalaufsicht im Kreis und Land, dass sie ebenjenen Gemeinden mit nicht ausgeglichenem Haushalt gestattet, sich zu dieser freiwilligen Aufgabe zweckgebunden zu bekennen. „Nur auf diese Weise garantieren wir, dass es auch in den kommenden Jahren keine Abstriche an der Schulsozial- und Jugendsozialarbeit im Landkreis geben wird“, betonte er.

 



Cornelia Meerkatz

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