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Usedom Land will Amtsgericht loswerden
Vorpommern Usedom Land will Amtsgericht loswerden
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11:35 12.03.2016
Erst vor wenigen Jahren wurde das Gerichtsgebäude in Wolgast aufwendig saniert. Quelle: Tom Schröter
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Wolgast

Nachdem Ende August 2015 trotz großen öffentlichen Protestes das Amtsgericht in Wolgast geschlossen wurde und die 30 Mitarbeiter seitdem in Greifswald ihren Dienst versehen, will sich das Land MV nun auch von seiner Immobilie an der Breiten Straße in Wolgast trennen.

Bis zum 24. Juni 2016 können Gebote zum Kauf der leer stehenden, denkmalgeschützten Liegenschaft beim landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften MV (BBL) in Rostock abgegeben werden.

Was dieser Tage hier und da aufhorchen lässt, ist die Höhe des Mindestangebots von lediglich 310000 Euro – bei einer angegebenen Grundstücksgröße von etwa 1077 Quadratmetern und einer Hauptnutzfläche von insgesamt rund 547 Quadratmetern ein vergleichsweiser Schnäppchenpreis.

Zur Erinnerung: Nur wenige Jahre vor dem Abzug der Behörde war seitens des Landes MV kräftig Geld in die Liegenschaften in Wolgast gesteckt worden. Laut Aussage des früheren Amtsgerichtsdirektors flossen in den vergangenen 15 bis 20 Jahren etwa zwei Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung des Wolgaster Gerichtsstandortes. BBL-Sprecher Christian Hoffmann berichtet, dass allein in den Jahren 2009 bis 2010 etwa 800000 Euro für „die Instandhaltungsmaßnahmen an Fenstern, Dach, Fassade und für die Außenanlagen“ aufgewendet wurden.

Zwischen dem Abschluss der Arbeiten und der ersten Debatte über das nach wie vor umstrittene Gerichtsstrukturgesetz seien noch zwei Jahre ins Land gegangen, so Hoffmann. Das Aus für das Amtsgericht in Wolgast sei daher zum Zeitpunkt der erwähnten Bauarbeiten nicht abzusehen gewesen.

Von Schröter, Tom

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