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Usedom Landkreis und Hansestadt Greifswald beenden Kita-Streit
Vorpommern Usedom Landkreis und Hansestadt Greifswald beenden Kita-Streit
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00:00 11.09.2013
Greifswald

Viele Eltern in der Hansestadt atmen auf: Die monatlichen Beiträge in den 14 kommunalen Kitas in Greifswald steigen nicht so hoch wie geplant. Statt 66 Euro im Monat soll ein Krippenplatz nun knapp 30 Euro mehr kosten. Und in den Kindergärten sollen die Gebühren nicht um 45 Euro, sondern um 17 Euro pro Monat zulegen. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Landkreis Vorpommern- Greifswald und der Hansestadt, wie die Kreisverwaltung gestern mitteilte.

Landrätin Barbara Syrbe (Linke) ist erleichtert: „Ich gratuliere dem Verhandlungsteam unter Vorsitz der Jugendamtsleiterin Karina Kaiser zu diesem Erfolg.“

Die Entgelt- Gespräche waren von Konflikten geprägt. Immer wieder gerieten die Gespräche zwischen Stadt und Kreis ins Stocken, weil Unterlagen fehlten oder Termine nicht eingehalten worden seien.

Beide Seiten schoben sich gegenseitig die Schuld zu. Dennoch zog Dirk Scheer, Sozialdezernent des Kreises, ein positives Fazit: „Für die Eltern und den Landkreis hat sich das monatelange Ringen um die Höhe der Entgelte nachweisbar gelohnt.“ Der finanziell angeschlagene Landkreis reduziert seine Ausgaben durch den Kompromiss um mehr als die Hälfte. Nach den Forderungen der Stadt hätte die Verwaltung für bedürftige Eltern Beiträge in Höhe von 340 000 Euro übernehmen müssen. Nun sind es nur noch 145 000 Euro.

Die Hansestadt ist auf die höheren Elternbeiträge dringend angewiesen, weil die kommunalen Kitas 2012 ein Loch von 900 000 Euro in den Haushalt gerissen haben. In diesem Jahr sollen bereits rund 600 000 Euro fehlen.

Der Greifswalder Sozialsenator Ulf Dembski (SPD) hatte vor Wochen durchblicken lassen, dass die Elternbeiträge schon im vergangenen Jahr hätten erhöht werden müssen. Doch der Landkreis sei lange nicht verhandlungsbereit gewesen. Nach der Kreisgebietsreform müsse man sich erst ordnen, hieß es laut Dembski aus der Kreisverwaltung.

Der Landkreis wies die Vorwürfe zurück. „Es hat 2012 keinen Antrag der Stadt gegeben. Anderenfalls hätten wir alles in unserer Macht stehende getan“, sagte Sozialdezernent Scheer. Die Stadt sei selbst noch nicht in der Lage für Verhandlungen gewesen.

OZ

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