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Lange Straße in Wolgast als Vorlesesaal

Wolgast Lange Straße in Wolgast als Vorlesesaal

Präsentation des historischen Text-Bild-Bandes „Wolgast – Geschichte und Geschichten“ zog viele Gäste an

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Freuten sich über das riesige Interesse am Montagabend: Autor Tom Schröter, Buchhändlerin Ute Henze, Gestalter Gunnar Gotter und Redaktionsmitarbeiter Arno Voigt (v.l.).

Quelle: Ines Kakoschke

Wolgast. Nein, das hat es so wohl noch nicht gegeben in der altehrwürdigen Herzogstadt, der traditionellen Werft- und Hafenstadt Wolgast, jener Stadt, von der schon der pommersche Dichter Karl Lappe vor 200 Jahren sagte, dass sie wohl „klein an Umfang, (aber) reich an Wert“ sei. Um die 150 neugierige Menschen hatten sich am frühen Montagabend Richtung Lange Straße auf den Weg gemacht, um an der Präsentation eines neuen historischen Wolgast-Buches teilzunehmen.

Es sollte ein repräsen- tativer Bild-Text-Band für Wolgast werden. Und das ist uns, denke ich, gelungen.“Ute Henze, Mitherausgeberin

Und jeder war sicher: „Das wird eng in Ute Henzes Buchladen.“ Viel zu eng, wäre es geworden! Nicht die Hälfte aller Gäste hätte darin Platz gefunden. Also hatten Ute Henze und ihre Mitarbeiterinnen Cornelia Lada und Kathrin Burmeister sämtliche Sitzgelegenheiten vor den Laden getragen, hatten Stühle hinzu geborgt, hatten Bänke aufgestellt und schafften nun scheinbar mühelos das Kunststück, all ihre Gäste in gewohnt charmanter Weise zu begrüßen. Freundlich reichten sie erfrischende Getränke und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Ebenso, wie unser langjähriger Lokalredakteur Tom Schröter, der an diesem Abend einen ganz anderen Auftrag zu erfüllen hatte. Zusammen mit Buchhändlerin Ute Henze, mit Arno Voigt und Gunnar Gotter stand er als Autor vor all den Gästen, die gekommen waren, um das Buch „Wolgast – Geschichte und Geschichten“ zu sehen, etwas über dessen Entstehung zu erfahren, daraus zu hören, das Buch anzufassen und es schließlich mit dem guten Gefühl, selbst Teil dieser kleinen, großen Stadt zu sein, glücklich nach Hause zu tragen.

Mit dem Glockenschlag vom nahen Kirchturm eröffnete Ute Henze die Veranstaltung. Als Mitherausgeberin des Buches, das ein in jeder Hinsicht gewichtiges und ein sehr besonderes Buch geworden ist, war sie es, die den Mut hatte, das gemeinsame „Experiment“ seiner Entstehung auf den Weg zu bringen.

Undenkbar wäre es allen Beteiligten gewesen, seine Endfertigung einer anderen als der traditionellen Wolgaster Buchdruckerei Hoffmann anzuvertrauen. Gut 50 Geschichten aufzuschreiben, die von der zweiten Hälfte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Wolgast von Bedeutung waren, zu recherchieren, Verbindungen zu knüpfen, Bilder zusammenzutragen, Archivmaterial zu sichten, Zeitzeugen zu befragen, zu bewahren, was Menschen geschaffen haben, die mit ihrem Wirken Einfluss genommen haben auf die Entwicklung der Stadt, ist für Buchautor Tom Schröter seit Jahren mehr als nur ein Hobby. In seiner Rede erinnerte er an Dietrich Strobel, der sich als maritimer Chronist und Autor zahlreicher Bücher bis zu seinem frühen Tod im Sommer 2012 vehement dafür eingesetzt hatte, „der Geschichte fairen Beistand zu leisten“. Mit seiner Idee, eine monatliche Serie zur Geschichte der Stadt, zu Firmen und Persönlichkeiten in der hiesigen Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG zu starten, hatte er den Lokalredakteur Schröter infiziert. Kaum zu schaffen war das alles. Und so kam Arno Voigt ins Spiel. Mit dem Aufbau eines Lapidariums auf dem Alten Wolgaster Friedhof befasst, wurde er schließlich unverzichtbarer Mitarbeiter des Gesamtprojekts. Ebenso wie Gunnar Gotter, der als gelernter Werbemittelhersteller Bild und Text im Buch zusammenführte, und das in einer Art und Weise, die ihresgleichen sucht! Dieses Buch ist eine Fundgrube für alle Geschichtsinteressierten, es ist wunderschön, es besitzt alle Qualitäten, die ein gut gearbeitetes Buch als solches ausweisen, von der Fadenheftung bis hin zum Lesebändchen. Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten!

Ines Kakoschke

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