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Usedom Lassan: Güllelager-Gegner übergeben 1700 Unterschriften
Vorpommern Usedom Lassan: Güllelager-Gegner übergeben 1700 Unterschriften
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00:00 12.11.2016
Iris Schöne und Karl Valta übergaben für die Bürgerinitiative Listen mit 1700 Unterschriften an Landrätin Barbara Syrbe (r.). Quelle: Dietrich Butenschön

Auf Bitten der Bürgerinitiative (BI) „Kein Güllegroßlager im Lassaner Winkel“ ist es am Freitag in Lassan zu einem Treffen von Vertretern der BI mit Landrätin Dr.

Wir wenden uns gegen den vorgesehenen Standort für die Güllelagerung.“Karl Valta, Bürgerinitiative

Barbara Syrbe (Die Linke) gekommen. Karl Valta und Iris Schöne übergaben der Verwaltungschefin des Landkreises Vorpommern-Greifswald die Unterschriften von 1700 Frauen und Männern, die sich so gegen das Vorhaben der Hohendorfer Peeneland Agrar GmbH ausgesprochen haben, an der Kreuzung der Straßen von Lassan nach Pulow und von Klein Jasedow nach Papendorf ein Zwischenlager für Gülle zu errichten.

Karl Valta und Iris Schöne erinnerten daran, dass die vor fast 25 Jahren mit der Bildung eines Natur- und Kulturvereins begonnene und dann auf der Grundlage eines für die damalige Gemeinde Pulow erarbeiteten Flächennutzungsplanes weitergeführte Entwicklung hin zu einem naturnahen und sanften Tourismus Früchte getragen habe. So lebten heute rund 200 Einwohner des Lassaner Winkels haupt- oder nebenberuflich vom Fremdenverkehr, hinzu kämen Händler und Gastronomen, Handwerker und andere Gewerbetreibende, die ebenfalls davon profitierten.

Am Beginn dieser Entwicklung habe, so die Vertreter der Bürgerinitiative, der Widerstand gegen die Absicht gestanden, die stillgelegte Schweinemastanlage in Pulow zu reaktivieren. Und heute richte sich das Bemühen der Initiative gegen ein Vorhaben, das erneut die Entwicklung in der Region zu gefährden drohe. „Wir sind ja nicht generell gegen die Errichtung eines Großlagers für Gülle, denn wir wissen, auch aus Gesprächen mit leitenden Mitarbeitern der Peeneland GmbH, um die wirtschaftlichen Zwänge, denen das Unternehmen unterliegt“, betonte Karl Valta. „Aber wir wenden uns gegen den vorgesehenen Standort, der unmittelbar an der Kreuzung zweier auch für den Tourismus im Lassaner Winkel wichtiger Routen liegt.“

Die Bürgerinitiative sieht andere Möglichkeiten, die Gülle ohne derartig gravierenden negativen Einfluss auf Umwelt und Erwerbsgrundlage vieler Menschen zu lagern. Im Gespräch mit Landrätin Syrbe nannte Valta solche nach Meinung der BI durchaus geeignete Standorte wie Buggow oder Zemitz, wo das Unternehmen ohnehin bereits größere Produktionsanlagen unterhalte.

Die Verwaltungschefin appellierte angesichts des in den Unterschriftenlisten zum Ausdruck kommenden Bürgerwillens an die Lassaner Stadtvertretung und die Peeneland Agrar GmbH, vor der Schaffung vollendeter Tatsachen, die nur zu endgültig verhärteten Fronten führen würden, gemeinsam mit der BI weiter nach einer für alle Seiten tragbaren Lösung zu suchen.

Dietrich Butenschön

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