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Usedom Lassan berät über Pläne für Kurklinik
Vorpommern Usedom Lassan berät über Pläne für Kurklinik
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01:20 08.06.2017
Lassan

Ein umfangreiches Projekt beschäftigt den Lassaner Bauausschuss am nächsten Montag. Der Verein Phönix – gemeinnütziger Verein zur Förderung der Gesundung von Mutter/Vater und Kind mit Sitz in Potsdam – will an der Straße Siedlung-Ost in Lassan in der Nähe des ausgewiesenen Wohngebietes „Am Heidberg“ eine Kurklinik errichten. Die Ausschussmitglieder befassen sich am Montagabend mit dem Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan Nr.8 „Kurklinik an der Straße Siedlung-Ost“.

„Wir standen als Stadt den Plänen sofort positiv gegenüber. Wir versprechen uns von dem Vorha- ben einen enor- men wirtschaft- lichen Ruck.Fred Gransow, Bürgermeister

Wie Lassans Bürgermeister Fred Gransow (CDU) gestern im OZ-Gespräch informierte, wolle der Verein ein insgesamt 5,3 Hektar großes, unmittelbar am Waldrand gelegenes Grundstück erwerben. Auf der Homepage des Vereins ist von einem Kaufpreis in Höhe von 255000 Euro die Rede. Laut Gransows Informationen soll das konzipierte Klinikgebäude über etwa 50 Familien-Appartements verfügen, fünf davon sollen der Betreuung intensiv pflegebedürftiger Kinder dienen. Insgesamt sollen rund 3000 Quadratmeter Fläche bebaut werden.

„Wir standen als Stadt den Plänen sofort positiv gegenüber“, berichtet Gransow. Für den Fall, dass die Investition Realität wird, erwartet er „einen enormen wirtschaftlichen Ruck für die Stadt“.

Schließlich erfordere der Betrieb des Objekts einiges an Personal, was Ärzte, Pflegekräfte, Küchenmitarbeiter, Hausmeister und so weiter angehe. Als der Verein Interesse an einem Standort im Lassaner Winkel bekundet habe, seien Vertretern von Phönix die Stadt und deren Ortsteile während einer Rundfahrt vorgestellt worden. Am Ende sei die Wahl auf das erwähnte naturnahe Areal am östlichen Stadtrand gefallen, wo sich zu früherer Zeit eine Schweinemastanlage befunden habe.

Laut Vereinsmitteilung stimmten die Mitglieder während einer am 29. April in Kassel einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung dem Grundstückserwerb zu. Die mit der Projektierung betrauten Architekten – es handelt sich um das Büro kfs Architekten BDA Feyerabend Sippel Partnerschaft mbB in Lübeck – hielten das Gelände für geeignet. „Wir klären zurzeit ab, ob es eventuell Bodenbelastungen gibt. In mehreren Vorgesprächen hat es aber keinen Anhaltspunkt für konkrete Sorgen gegeben“, unterrichtete Vorstandsmitglied Dr. Maria Bovelet die Phönix-Mitglieder. „Das bedeutet:

Wir kümmern uns um einen Kaufvertrag, eventuell auch um einen Käufer, von dem wir das Grundstück in Erbpacht nehmen können.“

Aus Sicht des Vereins handelt es sich um ein in vieler Hinsicht geeignetes Gelände. Lobend erwähnt werden die ruhige Lage am Ortsrand mit der Nähe zum Wasser und zum kleinen Ortskern, die einladenden Gesten der Stadtgemeinde und der Bewohner, die vielen Sonnenstunden im Jahr, die kurze Entfernung zur Insel Usedom, die im Aufbau befindliche Freie Schule im Ortsteil Klein Jasedow und die gute Verkehrsanbindung nach Greifswald und Berlin. Und: „Die Baurechtsgenehmigung wird von den zuständigen Behörden als sehr wahrscheinlich eingeschätzt. Wir arbeiten an einem geeigneten Finanzierungsmodell.“

Bauausschuss: 12. Juni, 17 Uhr, Rathaus

Tom Schröter

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