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„Leif Lüh, nu geiht dat Danzen wedder los“

Rankwitz „Leif Lüh, nu geiht dat Danzen wedder los“

Die Lieper Winkelschen feierten am Wochenende ihr 15-jähriges Jubiläum

Rankwitz. „Dat wier gaud“, möchte man nach zweieinhalb Stunden des Erinnerns, Scherzens und vor allem aber des Tanzens laut ausrufen. Die Lieper Winkelschen Danzlüh unter der nach wie vor straffen wie liebevollen Leitung von Dr. Hans Warnke, feierten ihr 15-jähriges Bestehen. Und das zünftig!

Im Kreise vieler ehemaliger Tänzerinnen und Tänzer (wie dem Ehepaar Kirschke) und up platt beglückwünscht von Bürgermeister Volkwardt ließen es sich die Liebhaber der pommerschen und norddeutschen Tänze gut gehen. Während die Gäste im Saal des Rankwitzer Hofes fürsorglich mit Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden, zeigten die „Liepschen“, die mittlerweile aber auch aus Ahlbeck und Lassan, Koserow und Karlshagen kommen, dass sie von ihrem Spaß am gemeinsamen geselligen Tanz nichts eingebüßt haben. Im Gegenteil! Ob beim „Wolgaster“ oder bei der „Stern Polka“, es ist Lebensfreude mit einem Augenzwinkern, die aus dem Auftreten der sechs Paare in historischen Trachten spricht. Und die steckt an. Also wurde im Publikum fleißig geklatscht, mitgesungen und schließlich sogar mitgetanzt.

Aber da war die Feiergesellschaft schon beim abschließenden Programmpunkt angekommen;, den historischen Gesellschaftstänzen in passenden Kostümen aus dem eigenen Fundus. Vom Tango bis zum Schieber, langsamen Walzer und Charleston – die sympathischen Tänzer sind in allen musikalischen Fächern zu Hause. Mit Charme und Eleganz, dann wieder frech und schmissig, aber immer mit dem Herzen dabei – so erlebt man die Mitglieder der Gruppe. In Schwung bleiben möchten sie, ihre Kondition nicht einbüßen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Und „Boss“ Hans Warnke und seine Frau Wilma machen es ihnen vor, wie gut das mit bald 80 Jahren noch gehen kann. Respekt!

Ihr sehnlichster Wunsch, und das wurde auch bei der Rückschau auf 15 ereignisreiche Tanz-Jahre deutlich, ist es, Nachwuchs im weitesten Sinne zu gewinnen. Das sei schwierig, meint Warnke, aber leicht kann schließlich jeder. In anderthalb Jahrzehnten waren die Danzlüh nicht nur Usedomer Botschaft im gesamten Norden, sondern mussten Probleme und Sorgen durchstehen, die unsere Gesellschaft auch im Großen bewegt: Wegzug und Krankheit, zerbrochene Partnerschaft und Kräfteverschleiß durch zunehmendes Altern.

Im Reigen der Gratulationen zum 15-jährigen Bestehen war denn auch immer wieder das „Haltet durch!“ zu hören. Warnke erwiderte es lächelnd und machte Hoffnung, diesen Wunsch erfüllen zu können.

Vorbeugend kündigte er jedenfalls schon mal an, alle im Saal wieder zum 20. Geburtstag einzuladen. Das Aussterben ähnlicher Ensembles in anderen Teilen von MV nimmt man sich offenbar im Lieper Winkel nicht zum Vorbild. Gut so!

Steffen Adler

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