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Usedom Leine los: Wird Leo zum Meisterhund?
Vorpommern Usedom Leine los: Wird Leo zum Meisterhund?
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03:59 16.04.2013

Alles fing an mit einem Spitz, der totgebissen wurde. „Von einem großen Hund“, sagt Andreas Stöwhaas. Diese traurige Kindheitserinnerung hat den Zirchower beim Kauf seines ersten eigenen Hundes geprägt. „Wir wollten auf jeden Fall ein großes Tier.“ Es wurde ein Deutscher Schäferhund.

Der 49-Jährige hat mittlerweile den dritten dieser Rasse. Und der bringt ihn jetzt auf die große deutsche Bühne der Hundeprüfungen: Ende April wird Andreas Stöwhaas mit seinem Vierbeiner bei den Deutschen Meisterschaften in Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) an den Start gehen. Und angespannt sein, wie noch nie, wenn er mit seinem „Leo vom Mochauer Land“ — eine Zucht aus Sachsen-Anhalt — ins Stadion einläuft. Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst heißen die drei Prüfungselemente, die auf dem Programm stehen. „Man macht als Hundeführer vielleicht mehr Fehler als das Tier“, sagt Stöwhaas, der vom 26. bis 28. April in Eschweiler moralische Unterstützung bekommt. Mit Gerhard Lemke, Dietmar Mienert und Britta Kustrien begleiten drei Mitglieder des Hundessportvereins Nord-Ost Bansin das Duo Andreas/Leo.

In Bansin begann auch die Erfolgsgeschichte des gebürtigen Ahlbeckers. Vor elf Jahren kam er zu den Hundefreunden. Damals noch mit seinem zweiten Tier „Arko Wilanz“. „Eigentlich wollte ich meinem Hund nur ,Platz‘ und ,Sitz‘ beibringen, um ihn fürs Spazierengehen fit zu machen“, erinnert sich Stöwhaas an den ersten Besuch auf der Trainingsanlage in Bansin-Dorf. Weil er von der Atmosphäre im Verein begeistert war, ließ er die „Leine“ nicht mehr los. Jetzt ist der Chef einer Zimmerei seit elf Jahren Mitglied. Weit über 20 Wettkämpfe habe er in dieser Zeit bestritten — seit 2009 mit „Leo vom Mochauer Land“. „Der stammt aus einer richtigen Sportzucht. Das merkt man bei der Arbeit mit ihm“, macht der Zirchower seinem Vierbeiner ein Kompliment. Leo muss nämlich bei der Schutzhundeprüfung richtig ran — Spuren suchen, über Steilwände springen, Hürden meistern oder beim Angriff in den Arm richtig zubeißen. Zu den Aufgaben gehört auch das Apportieren, also das Bringen eines geworfenen Gegenstandes. „Das ist nun mal Vielseitigkeitssport“, sagt Stöwhaas, der mit seinem Gefährten jeden Tag zu Hause trainiert. „Zehn Minuten, das reicht.“ Zweimal in der Woche tobt sich Leo aber für eine Stunde auf dem Bansiner Trainingsgelände aus.

Auf die größte sportliche Herausforderung will sich der Usedomer mit seinem Schützling besonders gut vorbereiten. Bereits am Mittwoch reisen sie an, um am Donnerstag auf dem Sportplatz zu trainieren.

Am Freitag beginnt der Wettkampf. Rund 60 Teilnehmer sind am Start. Und mittendrin Stöwhaas, der sich auf eine Zielstellung für einen Platz nicht festlegen will. „Wenn wir die Prüfungen sicher durchziehen, bin ich schon zufrieden.“ Sein Credo ist das olympische Motto: Teilnahme ist entscheidend.

Henrik Nitzsche

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