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Letzte Klappe im Steigenberger

Heringsdorf Letzte Klappe im Steigenberger

Im Heringsdorfer Hotel gehen vierwöchige Film-Dreharbeiten ihrem Ende entgegen

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Die Komödie ist die Abschlussarbeit des Jungregisseurs Steffen Heidenreich (2.v.r.).

Heringsdorf. Vier Wochen Ausnahmezustand im Steigenberger Grandhotel & Spa haben bald ein Ende. Am Freitag fällt im Heringsdorfer Promenadenhotel die letzte Klappe bei den Dreharbeiten für den Kinofilm „Voucher – die fatale Summe der Teile“. Die schwarze Komödie ist die Abschlussarbeit des Jungregisseurs Steffen Heidenreich an der Filmuniversität Babelsberg.

OZ-Bild

Im Heringsdorfer Hotel gehen vierwöchige Film-Dreharbeiten ihrem Ende entgegen

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Und das Steigenberger die Kulisse. 24 Tage sind für den Dreh eingeplant und das bei laufendem Hotelbetrieb. Damit die Gäste auf dem Laufenden sind, was die Dreharbeiten betrifft, wurde in der Lobby ein Flipchart platziert, mit Hinweisen, wo aktuell gedreht wird.

Damit die Hotelgäste möglichst wenig gestört werden, finden die meisten Dreharbeiten in den Abendstunden oder in der Nacht statt. „Im Spa wird ab 22 Uhr gedreht“, so Juliane Mund. Eine Szene wurde allerdings am Montagnachmittag im Restaurant Lilienthal aufgenommen, bevor dort wieder rechtzeitig für das Abendessen eingedeckt wurde. Die Hotelmitarbeiter müssen also flexibel sein und in den Startlöchern stehen, wenn der letzte Dreh im Kasten ist. Einige dürfen sogar als Komparsen mitmachen. „Herr Kerst, unser Eigentümer, spielt auch mit“, verrät die Marketingfrau.

Regisseur Steffen Heidenreich hat ein 30-köpfiges Team um sich, das sich aus Studenten und erfahrenen Filmmitarbeitern zusammensetzt. Die Lowbudget-Produktion muss mit 380000 Euro auskommen. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was üblicherweise ein Spielfilm kostet. Deshalb kann den rund 20 Komparsen auch kein Honorar gezahlt werden. Für die Bansinerin Esther Oelsner kein Problem. Die Musiklehrerin hat gerade Zeit, da Schulferien sind. „Wir mussten um 6.45 Uhr hier sein“, erzählt sie. Um 16.30 Uhr war dann für sie und die Heringsdorferin Bettina Barth Feierabend. Beide hatten in der Frühstücksszene im Restaurant mitgespielt. „Es ist spannend und macht Spaß“, strahlt die Heringsdorferin. Natürlich muss man viel Zeit mitbringen. Denn die Drehzeiten sind relativ kurz und die Wartezeiten lang.

Am Montagabend wurde noch eine Außenszene gedreht. Dafür stellte die Feuerwehr Heringsdorf-Bansin ein Löschfahrzeug zur Verfügung und die Polizei einen Bulli mit Blaulicht. Fünf Mal hieß es „Kamera ab“, dann war auch der 21. Drehtag im Steigenberger Geschichte.

Regisseur Steffen Heidenreich war zufrieden. Er selbst hat das Drehbuch entwickelt, gemeinsam mit Autor Jörn Zander. Momentan hat er noch keinen Verleih für den Film. Dieser soll aber bei etlichen namhaften Festivals eingereicht werden, so in Cannes und Venedig. „Wir fangen mit der Berlinale an“, lässt er wissen.

VIER FRAGEN AN

Frau Kempter, wie ist es für Sie, auf der Sonneninsel Usedom zu drehen?

Es ist natürlich ein Privileg, hier zu drehen. Es ist zwar Arbeit, aber wenn das Drumherum so schön ist, ist es doppelt gut.

Kannten Sie schon vorher die Insel Usedom?

Ja, ich war schon mal hier gewesen. Das muss so vor fünfzehn Jahren gewesen sein. Ich erinnere mich noch an die Ahlbecker Seebrücke.

Wie gefällt es Ihnen hier abseits des Sets?

Ich habe die Ostsee im Winter für mich entdeckt. Ich war Spazieren am Strand bis nach Bansin. Ich werde wiederkommen. Ich finde die Luft und das Licht ganz toll.

Man kennt Sie vor allem als Hauptkommissarin Nadeshda Krusenstern aus dem Münsteraner Tatort. Wo sind Sie demnächst noch zu sehen?

Im Sommer kommt ein Kinofilm mit mir. Er heißt „Safari“ und es geht darin um Großstädter, die die Liebe beziehungsweise den richtigen Partner suchen.

Interview: Dietmar Pühler Dietmar Pühler

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