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Usedom Liebe auf den ersten Blick: Karlshagen
Vorpommern Usedom Liebe auf den ersten Blick: Karlshagen
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00:00 27.01.2018
Karlshagen

Eine Urlaubsbuchung ist heuzutage denkbar einfach: ins Reisebüro oder ins Internet, ein zwei Klicks, und schon ist das Ferienziel fix. Anstehen für eine Unterkunft? Das käme wohl niemandem mehr in den Sinn. Dass sich eine solche Tortur aber lohnen und wunderbare Folgen haben kann, erlebten Ruth und Otto Ernst.

Halle im Jahr 1954: Erstmals bietet das örtliche Reisebüro Urlaubsplätze an der Ostseeküste an. Vier sportliche und miteinander befreundete Paare stehen die ganze Nacht durch (!) an, um einen Platz buchen zu können. Weil die den Urlaubshungrigen bekannten Orte aber leider schon zu schnell verkauft waren, verschlug es sie nach Karlshagen. Dennoch große Freude, denn Ruth und Otto hatten einen besonderen Anlass für diese Sommertour: Sie wollten heiraten. Also machten sie die anderen Paare flugs zu ihrer Hochzeitsgesellschaft. Und im benachbarten Zinnowitz gaben sie sich schließlich das Ja-Wort.

Die junge Familie schloss damals jedoch nicht nur eine partnerschaftliche Ehe, sondern auch eine mit dem Ostseebad im Usedomer Norden. In der Tat sei es „Liebe auf den ersten Blick“ gewesen, gesteht Otto Ernst. So ging es fortan Jahr für Jahr von Halle in die Ferien nach Karlshagen. Selbstverständlich auch 2004, als beide die Goldene Hochzeit und zeitgleich ihren 50. Urlaub im Ostseebad feierten. Rückblickend betrachtet, gilt ihr großes Dankeschön den Gastgeberfamilien Bünting, Läbel, Heidemann und Buchholz, bei denen sich die Anhaltiner stets gut aufgehoben und nahezu liebevoll behütet gefühlt haben.

Am Mittwoch dieser Woche nun hat Otto Ernst – wieder an der Ostsee – seinen 90. Geburtstag gefeiert. Bei einem Stück Torte erzählte er Kurdirektorin Silvia-Beate Jasmand von den schönsten Erinnerungen an die Urlaube mit seiner Frau Ruth, die allerdings nicht mehr lebt. Mittlerweile verbringt der Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft nach 30 Jahren Tätigkeit an der Technischen Hochschule Merseburg und am Institut für Weiterbildung des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesen sogar den Großteil des den in „seinem Karlshagen“. Eine Liebe erfüllt sich.

Christina Hoba und Steffen Adler

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