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Usedom Loddin: Promenadenbau auf 2014 vertagt
Vorpommern Usedom Loddin: Promenadenbau auf 2014 vertagt
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00:00 12.09.2013
Loddin

Jetzt steht es endgültig fest: In diesem Jahr wird nicht mehr mit dem Bau des neuen Promenadenabschnitts zwischen Kölpinsee und Stubbenfelde begonnen. Die Ausschreibung dafür hat die Loddiner Gemeindevertretung am Dienstagabend ganz offiziell aufgehoben. „Es ist schon kurios: Jetzt haben wir das Geld und können doch nicht bauen“, kommentierte Bürgermeisterin Lorina Bremer die seltene Situation.

Die Gründe für die Aufhebung sind triftig. „Die Ausschreibungsergebnisse übersteigen bei weitem, was sich die Gemeinde leisten kann“, erklärte die Bürgermeisterin den zur Gemeindevertretersitzung anwesenden Bürgern.

Wie berichtet, will Loddin ein 600 Meter langes Promenadenstück neu bauen. Das etwa 2,4 Millionen Euro teure Vorhaben, für das im Frühsommer bereits Bäume weichen mussten, wird mit 2,2 Millionen Euro gefördert. Die Gemeinde will ihren Anteil möglichst auf 175 000 Euro Eigenmittel begrenzen. Um das zu erreichen, sollen nunmehr die Lose 2 bis 5 vom Bau einer aufgeständerten Promenade samt Austritt auf den Kölpinsee über die Pflasterung und Ausstattung mit Mobiliar bis zu den Anpflanzungen und Elektroinstallationen neu ausgeschrieben werden.

Um dabei günstigere als die im ersten Anlauf eingegangenen Angebote zu erreichen, die die Gemeindevertreter im Nachhinein als „Abweisungsangebote“ werten, sollen die aktuellen Lose entflochten werden. „Damit wollen wir erreichen, dass sich auch kleinere Firmen an den Ausschreibungen beteiligen können. Zur Not können wir uns allerdings auch vorstellen, Teile aus der Planung herauszulösen“, beschreibt Lorina Bremer die konsequente Sparabsicht. „Und wenn wir uns das absolut nicht leisten können, gibt es eben keine neue Promenade“, unterstreicht ihr Stellvertreter Olaf Hagemann die einhellig konsequente Haltung der Gemeindevertreter.

Unterdessen streitet sich Loddin noch immer mit dem Greifswalder Planer Lothar Meinhardt, der 2009 schon einmal im Auftrag der vorherigen Gemeindevertretung eine deutlich umfangreicheres Planungsprojekt für den neuen Promenadenabschnitt aufgestellt hatte. Nachdem die neue Gemeindevertretung diese Zusammenarbeit beendet hatte, machte Meinhardt finanzielle Forderungen für bereits geleistete Teile geltend. Wie Lorina Bremer am Dienstag sagte, sei der Rechtsstreit dazu noch nicht ausgestanden. Dabei stehe ein Streitwert von 160 000 Euro im Raum. Angelika Gutsche

OZ

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