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Usedom Lösung in Sicht für Wolgaster Amtsgericht und Armenhaus
Vorpommern Usedom Lösung in Sicht für Wolgaster Amtsgericht und Armenhaus
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06:50 08.02.2018
Im früheren Gerichtsgebäude sollen nach dem Willen der AWO u.a. die Geschäftsstelle und zwei Hortgruppen einziehen. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat Pläne für die Nutzung zweier markanter Gebäude in Wolgast. Schon seit geraumer Zeit ist die AWO Eigentümerin des früheren Armenhauses in der Kronwiekstraße. „Wir sind jetzt in der konkreten Planungsphase und haben bereits detaillierte Vorstellungen über die Nutzung der drei Geschosse“, berichtet Carsten Jahnke, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Ostvorpommern.

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AWO-Kreisverband plant altengerechte Wohnungen und Hort-Domizil

In der Anlage mit der Bezeichnung „Seniorengerechtes Wohnen und Tagespflege an der Peene-Werft“ sollen laut Jahnke im Erdgeschoss und in der Etage darüber insgesamt 15 komfortable, altersgerechte Wohnungen entstehen. „Alle Wohnungen sind mindestens 55 Quadratmeter groß und die Vermietung ist nicht an die Bedingung geknüpft, dass der oder die Nutzer pflegebedürftig sind“, so Jahnke. Im Dachgeschoss solle eine Tagespflege-Einrichtung mit 15 Plätzen einziehen, die Bewohnern des Hauses und anderen Einwohnern der Stadt als Anlaufpunkt dient. Der Haupteingang wird sich auf der zur ehemaligen Oberschule I gerichteten Hofseite befinden. Hier ist auch eine Außenterrasse samt einer kleinen Caféteria geplant.

Jahnke hofft, dass die Pläne – die AWO geht von Gesamtkosten in Höhe von 2,2 bis 2,4 Millionen Euro aus – mit den Ansprüchen der Denkmalpflege in Einklang zu bringen sind. Eine Rekonstruktion des im Zuge des Brandes vom April 2012 zerstörten Treppenhauses kollidiere mit dem Ansinnen der AWO, an gleicher Stelle einen Fahrstuhl installieren zu lassen. Auch die Erhaltung sämtlicher Türen im Haus sei weder baulich noch finanziell möglich, unterstreicht Katharina Feike, Vorsitzende des AWO-Kreisvorstands. Andererseits erfordere die beabsichtigte Neunutzung des Objekts kaum Veränderungen an der ursprünglichen Struktur der Räume und Flure. Sollte keine Einigung mit dem Denkmalschutz zu erzielen sein, müsse die AWO notfalls von der im Kaufvertrag mit der Stadt vereinbarten Rückgabeklausel Gebrauch machen, was jedoch niemand wolle.

Die Arbeiterwohlfahrt möchte auch das Gebäude des ehemaligen Wolgaster Amtsgerichts erwerben. Der Kaufvertrag mit dem landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften werde voraussichtlich im April unterzeichnet, informierte Carsten Jahnke weiter. In dem hübschen Klinkerbau an der Breiten Straße solle im Parterre die AWO- Geschäftsstelle einziehen, die bislang in der Baustraße ihren Sitz hat.

„Im ersten Obergeschoss sollen künftig zwei Hortgruppen mit bis zu 44 Mädchen und Jungen betreut werden“, so Jahnke. Dank dieser Lösung könne die Hortbetreuung in der Grundschule an der Baustraße und die damit verbundene Doppelnutzung der dortigen Räume künftig vermieden werden. „Wir wollen mit unseren Vorhaben etwas für Wolgast tun und dafür sorgen, dass wieder mehr Leben in die Stadt kommt“, betont Katharina Feike. Dies könne für Wolgast nur von Vorteil sein.

Tom Schröter

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