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Malerin und Gärtnerin setzt auf leuchtende Farben

Neeberg Malerin und Gärtnerin setzt auf leuchtende Farben

Vor 25 Jahren öffnete die freiberufliche Künstlerin Margret Schreiber-Gorny in Neeberg ihre Galerie im Hühnerstall. Seitdem haben Tausende Gäste die Kunstoase besucht, die im Laufe der Zeit um eine Winter- und eine Sommergalerie und vor elf Jahren auch um einen Feng-Shui- Garten erweitert wurde.

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Blick in die Neeberger Sommergalerie. Die benachbarte „ Galerie im Hühnerstall“ besteht seit nunmehr 25 Jahren.

Neeberg. Urig geht es zu auf dem Kunsthof von Margret Schreiber- Gorny. Überall gibt es etwas zu entdecken, manches erst auf den zweiten Blick. Kleinplastiken, Mosaike, Landschafts- und abstrakte Bilder und eine üppig gedeihende Pflanzenwelt wetteifern um die Aufmerksamkeit. Indem sie Interessierten mit ihrer täglichen Einladung auf ihr Neeberger Grundstück Einblick in ihr alltägliches Tun gewährt, öffnet Margret Schreiber-Gorny ihnen gleichzeitig eine Tür zu ihrer Quelle der Inspiration. Denn sowohl die Ölbilder und Collagen der seit 1990 freischaffenden Künstlerin als auch der von ihr geschaffene Feng Shui Garten widerspiegeln Natürlichkeit, Urwüchsigkeit und das Streben nach Harmonie.

OZ-Bild

Vor 25 Jahren öffnete die freiberufliche Künstlerin Margret Schreiber-Gorny in Neeberg ihre Galerie im Hühnerstall. Seitdem haben Tausende Gäste die Kunstoase besucht, die im Laufe der Zeit um eine Winter- und eine Sommergalerie und vor elf Jahren auch um einen Feng-Shui- Garten erweitert wurde.

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„Alles begann mit unserem zwei mal drei Meter großen Hühnerstall, den wir vor 25 Jahren zu Pfingsten 1992 eröffneten“, erzählt die gelernte technische Zeichnerin. Motive aus der Umgebung – Bauernhäuser, Fischerboote am Steg, Hofszenen, Blumenstillleben, Wiesen- und Wasserlandschaften – dominieren die Verkaufausstellung. 1993 gesellte sich die Wintergalerie im Ferienhaus und 2004 die Sommergalerie hinzu, in der heute wunderschöne Collagen und großformatige Gemälde hängen, von denen mehrere Margret Schreiber-Gornys Blick auf das Meer wiedergeben. Leuchtende Farben und geheimnisvolle Details verleihen den Bildern eine spezielle Energie, deren Wirkung sich die Betrachter gern ergeben.

„Ich male hauptsächlich im Winter. Im Sommer stecke ich meine Kraft in den Feng Shui Garten“, berichtet die 69-jährige gebürtige Rostockerin, die erst innerhalb der letzten drei Tage wieder einen Anhänger mit Pflanzen und -teilen belud, die das botanische Panorama störten.

Von „Unkraut“ mag die Neebergerin nicht sprechen. „Systematisch arbeite ich mich jetzt regelmäßig durch den Garten“, erklärt sie. Ihre Oase im Gleichklang der fünf Elemente Wasser, Erde, Holz, Feuer und Metall ist das Ergebnis einer wohl überlegten Auswahl und Anordnung hunderter verschiedener Pflanzenarten und deren akribischer professioneller Pflege, mit der die Hüterin über das kleine Paradies allzu starkem Konkurrenzkraft den Sinn für das Schöne entgegensetzt. So stehen Rhododendron, Salomonssiegel, Riesenfarne, Stockrosen, Silbertaler, Roter Salbei, Wilder Wein, Ginkgo, Fenchel, Färberkarde, Rosen und Pfeifenminze in neun gleich großen so genannten Bagua-Zonen einträchtig beieinander und entfalten auf den auf verschlungenen Wegen Wandelnden eine angenehme Wirkung. Auch Exoten, wie etwa Chinesischer Bocksdorn, Akebie und Kornelkirsche sind inmitten der Etablierten ebenso heimisch, wie Nachtigall und Schwalbe.

Besucher geraten ob der Blütenpracht – viele der Pflanzen besorgt sich die Gärtnerin bei Stauden- Förster in Potsdam oder in einer Staudengärtnerei im Klützer Winkel – ins Schwärmen. Etwa 2000 Neugierige kehren alljährlich bei der Neebergerin ein. „Vor kurzem sagte mir eine Besucherin sogar, der Garten sei so schön, am liebsten würde sie sich hineinlegen und sterben“, schildert Margret Schreiber-Gorny. „Ich habe ihr gesagt, dass sie doch lieber frische Energie mitnehmen möchte.“ Andere Gäste hingegen wagten sich nicht in das Refugium – wohl aus Angst vor dem Unbekannten.

Geöffnet: täglich 10 bis 18 Uhr

Tom Schröter

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