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Manfred Schmidt: Weicheier kann ich nicht gebrauchen

Zinnowitz Manfred Schmidt: Weicheier kann ich nicht gebrauchen

Seit 50 Jahren ist der Zemitzer Judoka / Er trainiert in Zinnowitz 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Zinnowitz. Manfred Schmidt ist seit seiner Jugend mit dem Judosport verbunden. Mittlerweile steht der 64-jährige Zemitzer fast 50 Jahre auf der Matte, die meisten davon als Trainer. „Ich habe als 14-Jähriger aktiv mit dem Judo in Wolgast begonnen“, erzählt Schmidt, der damals vom Wolgaster Judo-Urgestein, dem mittlerweile verstorbenen Arno Kroll trainiert wurde. „Ich habe bezüglich Lebenseinstellung, Disziplin und Organisation viel von ihm gelernt“, sagt Schmidt. Der gelernte Schmied, füllt seine Freizeit als Taubenzüchter aus, ist im Geflügel- und Kaninchenverein seines Heimatortes aktiv. Ganz vorn aber steht Ehefrau Petra, die ihn immer unterstützt hat, in Zeiten als er mehr in der Fremde und beim Sport unterwegs war, als denn zu Hause.

Doch regelmäßig findet man Schmidt immer noch in der Sporthalle in Zinnowitz. Hier hat der Zemitzer 2015 begonnen, eine Judo-Gruppe aufzubauen. „Damals waren es zwölf Kämpfer, die sich unserem Verein angeschlossen hatten“, berichtet Schmidt. Heute sind es 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene , die mit ihm trainieren und zu Wettkämpfen fahren.

„Damals wollte ich eigentlich nur eine Schulsportgruppe aufbauen. Eintracht Zinnowitz hatte aber Verbindungen zur Sportschule und hier gab es auch ausreichend Judomatten“, sagt Schmidt. Er freut sich darüber, „dass es in den drei Jahren einen so großen Zulauf gegeben hat. Immer noch kommen Eltern zu mir, die ich einst im Judo mit ausgebildet habe, und bringen jetzt ihre Kinder zu mir.“

Und das, obwohl Schmidt beim Training recht strenge Anforderungen an seine Schützlinge stellt. „Weicheier kann ich nicht gebrauchen. Judo ist Kampf, letztlich wollen Erfolge organisiert werden.

Dennoch verstehen mich die Kinder auch als Vertrauensperson. Da braucht es dann wieder eine gewisse Portion Fingerspitzengefühl, sagt Schmidt.

Derzeit bereitet der Judotrainer drei seiner Kämpfer auf bevorstehende Meisterschaften vor. „Wir nehmen regelmäßig an Wettkämpfen teil und sind auch immer mit vorderen Platzierungen dabei“, ist Schmidt stolz. Zuletzt holte Paul Hinz in der Altersklasse U 18 den Landesmeistertitel. Er, Marc Starkowski (U 18) und Kimberly Kunde werden bei der Norddeutschen Meisterschaft dabei sein. Die Fortschritte der beiden Jungs reichen sogar soweit, dass sie das Training der jüngeren Judoka leiten.

Heinz Baumann, Eintracht-Koordinator, kennt das Energiebündel Schmidt schon aus gemeinsamer Zeit in Wolgast. „Ich schätze ihn als offenen, ehrlichen und zuverlässigen Sportler. Im Training verlangt er den Judoka so einiges ab. Dabei geht er immer voran und will noch selbst alles zeigen.“

Gert Nitzsche

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