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Marine Lagerstätte vor Usedom soll Sand liefern

Marine Lagerstätte vor Usedom soll Sand liefern

Bergamt kündigt Erörterungstermin an / Ministeriumssprecherin: Verwendung für den Insel-Küstenschutz

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Erinnerung an den Dezember 2006: Vor Kölpinsee wird ein Wasser-Sand-Gemisch von einem Saugspülbagger an den Strand gespült und danach mit einer Planierraupe verteilt.

Quelle: Foto: Archiv/stefan Sauer

Koserow. Für die Strand- und Dünenaufspülung in der Inselmitte Usedoms könnte bald Sand aus der marinen Lagerstätte Koserow genutzt werden. Dass deren Erschließung in absehbare Nähe rückt, lässt ein Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren erahnen. Das Bergamt Stralsund hat dazu für den 23. Mai eingeladen. Dabei werden in nicht öffentlicher Runde die erhobenen Einwände mündlich erörtert. Das Ziel sei eine möglichst gütliche Einigung.

Das Tief „Axel“ hatte Anfang Januar reichlich Sand ins Meer geholt und die Dünen in der Inselmitte mehrere Meter schmaler werden lassen. Seither sprechen Bürgermeister und Vertreter des Insel-Süd-Amtes ihre Bitte und Forderung nach Aufspülungen aus, um bei weiteren Stürmen gewappnet zu sein und den Urlaubern gewohnt feinkörnigen Strandsand anbieten zu können. Bislang vergeblich.

Der Hintergrund: Viele Küsten in MV brauchen dringend neuen Sand, zu Beginn des Jahres lag indes keine Erlaubnis für Sandförderung in den Küstengewässern vor. Außerdem wird das Material immer teurer.

Statt einst sieben bis acht Euro, sind es inzwischen 13 Euro, die ein Kubikmeter kostet. Mithin stellt sich auch die Frage nach den Kosten für den Küstenschutz.

Für keines der 15 Sandabbaugebiete auf 400 Quadratkilometern Fläche gibt es derzeit eine Abbaugenehmigung. Die letzte für ein Areal vor dem Darß lief Ende 2016 aus. Nun also die Lagerstätte vor Koserow. Auf Usedom kursierende Gerüchte, dieser Sand solle in den Export nach Dubai gehen, lacht Renate Gundlach weg. Die Sprecherin des Energieministeriums erklärt vielmehr, dass es sich um eine Vorrangfläche für den Küstenschutz handele. Das beschriebene Verfahren soll in einen Planfeststellungsbeschluss münden, der die „Sandentnahme für den Küstenschutz im Bereich der Insel Usedom ermöglicht.“

René Bergmann, Verwaltungschef im Süd-Amt: „Wenn das tatsächlich so ist, wären wir sehr froh. Denn dann würden die betroffenen Bernsteinbäder davon profitieren.“

Ob und für welche Küstenschutzmaßnahme der Sand verwendet wird, liege im Ermessen des zuständigen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt.

St. Adler

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