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Marysia (6) kämpft gegen bösartige Tumore im Kopf

Swinemünde Marysia (6) kämpft gegen bösartige Tumore im Kopf

Polen sammelten innerhalb von nur zehn Tagen 200 000 Zloty für eine Immuntherapie in einer Kölner Klinik

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Im Mai hat sich ein Wunsch von Marysia erfüllt: Sie bekam die ersehnte Katze geschenkt.

Quelle: Familienarchiv

Swinemünde. Marysia wird im Juni sechs Jahre alt. Und sie ist der ganze Stolz der Familie. Jetzt muss sie aber um ihr Leben kämpfen. Anfang 2015 hatte man bei ihr einen seltenen, bösartigen Hirntumor entdeckt. Als er diagnostiziert wurde, war er bereits acht Zentimeter groß. Nach der ersten Operation gab es die Hoffnung, dass er besiegt ist. Jeden Monat wurden Kontrollen durchgeführt. In der Zwischenzeit begann der Papa in Deutschland zu arbeiten. Vorsichtshalber hat er Marysia in das örtliche Krankenhaus mitgenommen. Und deutsche Ärzte haben bei dem Mädchen einen zweiten Tumor entdeckt. Leider war er so platziert, dass man ihn nicht vollständig entfernen konnte. Es drohten Lähmung und Hörverlust.

Nach der zweiten Operation, wobei ein Teil des Tumors entfernt wurde, hat man Marysia zu einer Protonotherapie nach Essen geschickt. Sie sollte die Reste der Krebsveränderungen beseitigen. Dort hat sich indes herausgestellt, dass ein Teil des Tumors deutlich gewachsen ist und sich zusätzlich der erste, der in Stettin herausgeschnitten wurde, wieder vergrößert hat. Eine weitere Untersuchung ergab Knötchen im zentralen Gehirnteil. Es gab Chemotherapie, Haarausfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, eine weitere Operation. Marysia konnte das Krankenhaus gar nicht mehr verlassen. Allerdings besuchten die Eltern und ihr Bruder sie. Sie ist sehr tapfer, malt, spielt mit Bausteinen und wenn sie Kraft hat, tanzt sie. Im Mai bekam sie eine Katze, von der sie lange geträumt hat. Nach der dritten, längsten und schwierigsten Operation, hat Marysia nun mit der Bestrahlungstherapie begonnen.

„Die Tumore sind leider noch vorhanden. Sie wurde für eine Immuntherapie, eine innovative Methode der Krebsbekämpfung in einer Klinik in Köln, qualifiziert“, erklärt die Mama des Mädchens. Das erhöht die Heilungschancen. Der Preis dafür liegt aber bei über 200000 Zloty. Dank der Bemühungen der Bewohner von Swinemünde und Menschen guten Willens aus ganz Polen, konnte man in einer Rekordzeit von zehn Tagen das Geld sammeln! Dies ist jedoch noch nicht das Ende der Ausgaben. Fahrtkosten, Unterkunft im Ausland, zusätzliche Behandlungen – alles kostet viel. Am 12. Juni um 12 Uhr, findet deshalb an der Promenade in der Konzertmuschel ein Wohltätigkeitskonzert für Marysia statt. Wer will, kann kommen und helfen.

Radek Jagielski

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