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Maximilian teilt sein Zimmer mit Wiktor

Koserow Maximilian teilt sein Zimmer mit Wiktor

Zehn Kinder aus dem polnischen Bialystok leben eine Woche in Karlshagener Familien

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Maximilian (11,l.) hat während des Schulpartnertreffens sein Zimmer mit Wiktor (13) geteilt.

Quelle: Angelika Gutsche

Koserow. Maximilian (11) hat für eine Woche einen Gast in seinem Kinderzimmer. Der 13-jährige Wiktor gehört zu einer Gruppe von zehn Schülern aus dem polnischen Bialystok nahe der weißrussischen Grenze. Mit der örtlichen Schule Zespól Szkól Zawodowych 2 verbindet die Karlshagener Heinrich- Heine-Schule seit zehn Jahren eine enge Partnerschaft.

Die Kinder sammeln neue Erfahrungen und üben ihr Englisch.“ Ewa Roczkowska

„Wir treffen uns einmal jährlich in Karlshagen oder in Bialystok“ sagt die Karlshagener Lehrerin Jelena Schellner. „Das klappt nur, weil die Eltern, das Deutsch-Polnische Jugendwerk und der Schulverein hinter dem Projekt stehen und es unterstützen. Karlshagener Familien nehmen die Kinder für diese Zeit bei sich zu Hause auf.“ Mit ihren polnischen Partnern ist sie sich einig, dass die Treffen den Kindern gut tun. „Für sie ist das gleichermaßen ungewohnt wie spannend. Sie sammeln neue Erfahrungen und üben ihr Englisch“, sagt ihre Kollegin Ewa Roczkowska.

Für das aktuelle Treffen haben die Karlshagener ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, bei dessen Umsetzung die ganze Schule half. So übernahmen einzelne Klassen die Vorbereitung des morgendlichen Schulfrühstücks und waren dabei, als auf dem Schulhof ein spontanes Fußballspiel ausgetragen wurde. „Für diese Begegnung haben wir den Slogan ,Eine Natur – eine Welt – eine Zukunft’

gewählt. Wir waren im Wolgaster Tierpark, haben den Turm von St. Petri bestiegen und in Koserow Minigolf gespielt“, sagt Jelena Schellner. Dass die Heringsdorfer Seebrücke besucht werden muss, steht für die Karlshagener außer Frage, weil sie diese als das moderne Wahrzeichen der Insel Usedom ansehen.

Mit Eifer haben die Kinder gemeinsam ein Kunstwerk gestaltet, das eine Strandansicht zeigt. „Dabei haben wir verschiedene Materialien verwendet“, beschreibt Ewa Roczkowska, wie die Kinder mit Farben, Gips und Strandsand an dem großformatigen Kunstwerk arbeiteten und sich dabei gut verstanden. Die Partnerschulen liegen mehr als 1000 Kilometer voneinander entfernt. Die Reise zueinander klappt per Bahn über Swinemünde. „Mit Kindern in einem Nachtzug – allein das ist jedes Mal ein Abenteuer“, sagt Jelena Schellner.

Auch Wiktor (13), der bei Maximilian wohnt, war nach der Ankunft erstmal müde. Er findet, dass die Karlshagener nett sind, seine Gastgeberfamilie Reinschmiedt freundlich. „Und das Programm ist super.

Ich habe viel gesehen. Außerdem konnte ich mein Englisch üben. Maximilian gibt das Kompliment zurück: „Das war ungewohnt, aber nett, Wiktor zu Besuch zu haben.“

Angelika Gutsche

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