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Meereswellenenergie: Ein Ausweg aus der Strommisere?

Anklam Meereswellenenergie: Ein Ausweg aus der Strommisere?

Im Anklamer Friedenszentrum diskutierten Fachleute mit wissbegierigen Bürgern

Anklam. Großes Thema, kleiner Kreis. Im Zentrum für Friedensarbeit wurde am Freitagabend eindringlich an den Klimagipfel in Paris im November 2015 erinnert. Danach standen beunruhigende Fakten zur Diskussion: Um 1,4 Grad Celsius ist die mittlere Jahrestemperatur 2014 im Vergleich zu den Jahren 1961 bis 1990 gestiegen. Ursache des Klimawandels ist der ständig wachsende Treibhausgas-Ausstoß in den Industrieländern auf inzwischen 20 Tonnen in den USA und zwölf Tonnen in Deutschland pro Kopf und Jahr, bei nur 2,5 t beispielsweise in China und 1,5 t in Indien. Ursache des Klimawandels ist oft ungezügelter Konsum. „Die Welt steht am Rande des Selbstmordes“ sagte dazu Papst Franziskus. Wir brauchen eine Diktatur der Vernunft, statt Diktatur des Geldes, wurde am Freitagabend gesagt. Worte, die einen Weg weisen. Zu sichern sei eine Erderwärmung weit unter zwei Grad. Wälder und Moore sind zu schützen und neu zu schaffen. Dabei müssen die nationalen Klimaziele ständig weltweit kontrolliert werden. Erforderlich ist es, dass die Industriestaaten die armen Länder unterstützen.

Deutliche Fragen wurden formuliert: Warum entschuldigt sich nicht VW mit einem vernünftigen Elektroauto für 15000 Euro, das sich die Leute leisten können? Warum Autokolosse auf der Straße, statt Gütertransport auf der Schiene? Dazu haben wir keinen Strom, der kostet immer mehr Geld, meinten andere. Stimmt nicht, wurde von den anwesenden Sachkennern geantwortet. Das Meer ist voller Energie.

Ingenieur Gerhard Brandel ließ in seinem Vortrag keinen Zweifel am Nutzen von Meereswellenenergie. Aber nur 12,3 % alternative Energie gibt in der Welt, und dabei weniger als 1% aus Sonne und Meer Warum kein Machtwort der Politik?

Zum Glück gibt es in MV Leute, die das ändern wollen. So legte Andreas Pörsch dar, was er mit seiner Firma, dem Hallen- und Anlagenbau Wusterhusen (HAB), erreicht hat. Dort gibt es ein klares Ziel, einen Energiebojenpark in der Ostsee. Pionierarbeit hat das Unternehmen geleistet. Ansehen, anfassen kann man dort das Modell CX2 einer Energieboje. Wichtige Fragen wurden gestellt. Stromkosten, Sicherheit der Anlage, Meeresbiologie, Naturschutz. Prof. Gerlach-Blumenthal suchte in der anschließenden Diskussionsrunde Antworten zu finden. Natürlich können wir nicht die Heimat der Meerestiere, die „Fluten“ des Meeres zerstören. Genau so wie wir nicht die Felder mit Windrädern „überfluten“ dürfen. Ein Energiemix müsse her: „Anständige Forschung brauchen wir auf diesem Gebiet und weniger Sorglosigkeit der großen und der kleinen Politik.“

Und warum das alles im Friedenszentrum? Prof. Tanneberger, gab darauf die Antwort: Die Welt, braucht viel Energie. Aber die Lösung heißt nicht Krieg um das letzte Erdöl und Profit mit teuren Waffen.

Wirtschaft und Politik sind nicht immer ein gutes Gespann. Warum nicht Meereswellenenergiebojen aus Wusterhusen statt Kriegsschiffe aus Wolgast?

OZ

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