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Mehr Busse auch in kleine Dörfer

Greifswald Mehr Busse auch in kleine Dörfer

Kreistag verabschiedet Nahverkehrsplan für die kommenden zehn Jahre / Papier ist ein grober Fahrplan

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Die Taktzeiten auf vielbefahrenen Strecken sollen ausgebaut werden.

Quelle: Foto: Henrik Nitzsche

Greifswald. Der Kreistag hat mit dem Nahverkehrsplan für die nächsten zehn Jahre ein ambitioniertes Konzept verabschiedet. Demnach sollen die Taktzeiten auf vielbefahrenen Strecken ausgebaut und „Dörfer, in denen zu selten ein Bus hält, häufiger angefahren werden“, so Christoph Gipp, Geschäftsführer des mit dem Plan beauftragten Berliner Iges Instituts.

Wo genau und zu welchen Zeiten sich etwas konkret ändert, ist noch nicht Bestandteil des 228-seitigen Dokuments. Auch deshalb wohl erklärte Jeannine Rösler (Linke), nachdem sie den Nahverkehrsplan als „überaus gelungenes Konzept“ lobte: „Wir sollten jetzt keine unnötige Zeit verstreichen lassen.“ Dabei bezog sie sich auch auf Gipps Aussage, künftig mehr für die Berufsschüler zu tun. „Azubis haben richtig lange Wege. Doch wir möchten, dass auch sie von A nach B kommen“, sagte er. Konkret gehe es darum, Lücken in den Ferien zu schließen. Bekanntlich fahren dann noch weniger Busse übers Land als in der Schulzeit. Ein Ausbau der Taktzeiten auf vielbefahrenen Strecken, so Gipp, sei ein ehrgeiziges Ziel, „muss aber auch finanzierbar sein“. Wichtig empfinde er, den Stadt-Umland-Verkehr auszubauen und dabei Greifswald und Stralsund als gemeinsames Oberzentrum zu berücksichtigen. „Von den Pendlern fährt heute fast niemand Bus. Deshalb müssen wir die Verbindungen dringend verbessern.“

Ähnliches gelte für das touristische Netz: „Da ist noch viel Luft nach oben“. Nicht zuletzt plant der Kreis, ein Schülerfreizeitticket einzuführen, was auf positive Resonanz stieß.

Einen Misserfolg landete die SPD-Fraktion mit ihrem Antrag, eine Verbesserung der Bahnverbindungen und bessere Übergänge von Bahn- zu Busverbindungen im Nahverkehrsplan festzuschreiben. Dafür fand sich keine Mehrheit. Kreisdezernent Jörg Hasselmann riet davon ab, derlei Vorschläge aufzunehmen: „In den Nahverkehrsplan gehören nur Dinge, die wir auch umsetzen können.“ ph

OZ

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