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Usedom „Mehr Gelassenheit im Straßenverkehr“
Vorpommern Usedom „Mehr Gelassenheit im Straßenverkehr“
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20:38 13.06.2018

„Wunder vollbringen können wir nicht, zaubern schon gar nicht.“ Dennoch will Detlef Kern mit dem regionalen Präventionsrat der Insel Usedom Lösungen anbieten.

„„Belehren will ich nicht. Es soll ein Hinweis zur Verbesserung der Leichtigkeit der Verkehrssituation auf der Insel sein.“ Detlef Kern, Vorsitzender regionaler Präventionsrat

Ein Rat für eine Insel

Der regionale Präventionsrat wurde 2015 gegründet. Mit im Boot sind die Ämter Nord und Süd sowie die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Für die Umsetzung der Ziele sollen personelle, institutionelle und materielle Kapazitäten gebündelt werden. Der Präventionsrat soll die Verwaltungen der Insel unterstützen.

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„Vor allem in den Bereichen Kriminalitätsprävention, Soziales und Verbesserung der Beziehungen zum polnischen Nachbarn“, sagt Kern, Diplom-Kriminalist, und Vorsitzender des regionalen Präventionsrates.

Ja, das Gremium gibt es noch. „Wir wollen für die Bürger ein neutraler Ansprechpartner sein“, betont der Ahlbecker, der in seiner Arbeitsgruppe Vertreter des Inselsüdens und Inselnordens sowie der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf weiß.

Und der sich in diesen Tagen vor allem wegen der Verkehrssituation auf der Insel seine Gedanken gemacht hat. „Ich will niemanden belehren. Es soll ein Appell an die Vernunft und ein Hinweis zur Verbesserung der Leichtigkeit der Verkehrssituation auf Usedom sein“, sagt Detlef Kern, der im Februar 2015 als damaliger Leiter der Kripo in Pension gegangen ist.

Für ihn ist ein „gewisses Maß an Freundlichkeit und Gelassenheit im Straßenverkehr zwingend geboten. An der Verkehrssituation wird sich ja mittelfristig nichts ändern.“ Er prangert die Raserei innerorts und vor allem in verkehrsberuhigten Zonen an, das Überfahren von Rotlichtampeln, die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Lieferzeiten durch Lkw und das rücksichtslose Fahren mit Fahrrädern auf Radwegen und Gehwegen. Ideen und Vorschläge, wie zum Beispiel das Aufstellen von größeren Verkehrsschildern (jüngst beschlossen für Ahlbeck in 30er-Zonen), sind aus seiner Sicht aber fraglich, „wenn nicht jeder mal seine Einstellung hinterfragt. Wir kennen es doch nicht anders, dass die Straßen in der Saison voll sind.“

Für Kern bedeutet Präventionsarbeit vor allem „Angebote unterbreiten.“ Angebote soll es im Herbst geben: In den beiden Ämtern und der Gemeinde Heringsdorf plant der Präventionsrat jeweils ein großes Bürgerforum. „Themenoffen“, so der Vorsitzende. Die Veranstaltungen sollen in Zusammenarbeit mit dem RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Vorpommern-Greifswald durchgeführt werden. „Bürger können sich da öffnen. Oftmals fühlen sie sich ja nicht richtig gehört.“

Zudem will der regionale Präventionsrat noch stärker in die Schulen. Kerns Idee: „Mit Schauspielern haben wir ein Konzept erarbeitet, wie man Schüler der 9. bis 12. Klassen zu bestimmten Themen im Rahmen eines Workshops erreichen kann. Inhaltlich geht es um Gewalt, Betäubungsmittel oder Internet-Mobbing“, so der Vorsitzende. Bei dem Projekt gehe es vor allem um Interaktion – nach der Vorstellung sollen Schauspieler und Schüler ins Gespräch kommen. „Das Angebot werden wir den Schulen unterbreiten. Wir wollen aber niemandem eine Jacke anziehen, die er gar nicht will“, so Kern. In dem Zusammenhang erinnert er an ein Projekt an der Grundschule Zinnowitz vor zwei Jahren, welches der Präventionsrat unterstützt hat. Das theaterpädagogische Projekt trug den Titel „Mein Körper gehört mir“ und sollte den Kindern mehr Selbstbewusstsein vermitteln, sich in Konfrontationssituationen zu behaupten.

Henrik Nitzsche

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