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Usedom Meistertitel für Graue Wiener, Castor Rex und Hasenkaninchen
Vorpommern Usedom Meistertitel für Graue Wiener, Castor Rex und Hasenkaninchen
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00:00 10.01.2018
Siegfried Scheel aus Lühmannsdorf präsentiert seine preisgekrönten Grauen Wiener. FOTOS (2): PETER BINDER
Greifswald/Lühmannsdorf

Das Fell glänzt rotbraun und fühlt sich samtig-weich an. Den Mümmelmann interessiert das wenig. Gelangweilt blickt er in die Kamera – dabei hätte das Kaninchen der Rasse Castor Rex genau wie sein Nachbar, ein Rammler der Rasse Hasenkaninchen rotbraun, allen Grund stolz zu sein. Die beiden Tiere, gezüchtet von Horst und Petra Trzebiatowski aus Greifswald, sind im Dezember auf der Landesverbandsschau der Rassekaninchen zu Landesmeisterehren gekommen.

Züchter des Wolgaster Rassekaninchenvereins mit vielen Auszeichnungen

„Wir züchten schon lange, hatten schon zu DDR-Zeiten Hasenkaninchen. Nach der Wende sind wir in die Selbstständigkeit gegangen und haben unser Hobby aus Zeitmangel erst mal aufgegeben“, berichtet das Greifswalder Ehepaar. Doch nun, vor vier Jahren, als beide beruflich kürzer traten, war die alte Leidenschaft für die Kaninchenzucht wieder da. „Hasenkaninchen sind nicht so bekannt, die Tiere sehen sehr sportlich aus. Uns haben sie gleich gefallen“, berichtet Horst Trzebiatowski. Viele Züchter wollten aber lieber Tiere mit hohem Fleischanteil, „denn ein Großteil der Kaninchen wird ja für die Schlachtung herangezogen“, weiß der 65-Jährige. In seinem Stall sind momentan 26 Kaninchen zu Hause.

Mit seiner Frau Petra bildet er nicht nur eine Zuchtgemeinschaft, sondern engagiert sich im Wolgaster Rassekaninchenverein. „Mir gibt der Erfahrungsaustausch mit anderen Züchtern viel. Außerdem liebe ich die Geselligkeit“, so Horst Trzebiatowski. Ehefrau Petra agiert im Verein als Schriftführerin, bereitet derzeit die große Vorpommersche Rammlerschau Anfang Februar im Wolgaster Existenzgründerzentrum vor. „140 Tiere werden zu sehen sein, sogar der Partnerverein aus Wedel stellt mit aus. Das gibt eine große Vielfalt an Rassen“, freuen sich die Eheleute. Danach geht es noch zu den Landesmeisterschaften nach Bad Kleinen. Ob er wieder mit seinen Hasenkaninchen auf dem Siegertreppchen landet? „Ich hoffe es“, sagt Horst Trzebiatowski.

In Lühmannsdorf frönt Siegfried Scheel ebenfalls der Kaninchenzucht. Er hat sich für die Rasse Graue Wiener entschieden. Fünf Kilo bringt so ein Tier auf die Waage. „Ich züchte seit 1986. Im Moment habe ich elf Große und 17 Junge im Stall. Die kleinen sind erst drei Tage alt“, berichtet der 67-Jährige. Auch er hat mit seiner Zucht ausgesprochen großen Erfolg. Im Dezember wurde er Pommernmeister und stellte mit 97 von 100 möglichen Punkten die beste Häsin. „Meine Tiere waren sehr nachgefragt. Ich habe bei der Pommernschau gleich vor Ort vier Stück verkauft“, so Scheel.

Der Züchter, ebenfalls im Wolgaster Verein beheimatet, bedauert genau wie die Trzebiatowskis, dass der Züchternachwuchs fehlt. „Viele Jugendliche fangen an, haben aber keine Ausdauer. Oft widmen sie sich lieber größeren Tieren, Pferden zum Beispiel“, wissen die Züchter. Außerdem mache die Kaninchenzucht Arbeit und koste Zeit. Gerade vor Ausstellungen mit Preisrichterbewertung müssen die Tiere intensiv gepflegt werden. Da heißt es dann auch für den Rammler und die Häsin: Kämmen, Nägel schneiden lassen, Läufe säubern, Blume (Schwanz) richten ...

Cornelia Meerkatz

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