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Usedom Bekommt Usedom eine neue Brücke zum Festland?
Vorpommern Usedom Bekommt Usedom eine neue Brücke zum Festland?
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13:26 29.10.2018
Die Visualisierung zeigt die geplante Brücke über den Peenestrom von Wolgast auf die Insel Usedom. Im Hintergrund ist die alte Straßen- und Eisenbahn-Klappbrücke Peenebrücke zu sehen. Quelle: DEGES/dpa
Wolgast

Die Planung für eine neue Brücke vom Festland auf die Insel Usedom ist in eine entscheidende Phase getreten. Am Montag startete die öffentliche Beteiligung im Planfeststellungsverfahren für das rund 94 Millionen Euro teure Bauwerk, das an Wolgast vorbei auf die Insel Usedom führen soll. Bürger, Verbände und Träger öffentlicher Belange können vier Wochen lang die Unterlagen einsehen und ihre Einwände und Stellungnahmen abgeben.

Kern des rund 6,5 Kilometer langen Bauwerks ist eine Brücke, die in 42 Meter Höhe über den Peenestrom führt. Die Querung ist damit genauso hoch wie die Rügenbrücke. Anders als bei der als „blaues Wunder“ bekannten Peenebrücke in Wolgast muss das neue Bauwerk bei Schiffsverkehr nicht aufgeklappt werden. Rückstaus durch eine Brückenöffnung sind somit ausgeschlossen.

Baubeginn 2020 geplant

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) geht von einer deutlichen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in und um Wolgast und zur Insel Usedom aus. Er sei froh, dass die Ortsumgehung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden sei. Wolgasts Bürgermeister Stefan Weigler (parteilos) hofft auf einen komplikationslosen Verlauf des Planfeststellungsverfahrens. Er geht davon aus, dass 2020 mit dem Bau begonnen wird.

Die Visualisierung zeigt die geplante Brücke über den Peenestrom von Wolgast auf die Insel Usedom. Die Planung einer neuen Festlandanbindung für die Insel Usedom tritt in eine entscheidende Phase. Quelle: DEGES/dpa

Die Ortsumgehung werde Wolgast von quälenden Sommerstaus entlasten, sagte Weigler. „Der Flaschenhals auf die Insel wird mit dem Bau der Ortsumgehung ausgeweitet.“ Dennoch warnt er vor Euphorie. Die Ortsumgehung werde die Verkehrsprobleme auf der Insel nicht lösen, sondern nur entschärfen.

Vogelschutz könnte Brücke in die Quere kommen

Die Dauer des Verfahrens ist offen. Dies hänge von den Einwendungen und von möglichen Konflikten mit Grundstückseigentümern, mit dem Naturschutz oder auch von Lärmproblemen ab, hieß es aus dem Verkehrsministerium. So kreuzt das Bauwerk mit dem Peenestrom auch das Europäische Vogelschutzgebiet „Peenestrom und Achterwasser“ und ein FFH-Gebiet. Bei der Planung wurden vier Brückenvarianten untersucht. Favorisiert wurde der Bau einer Zügelgurtbrücke, da sie laut Planern das geringste Kollisionsrisiko für Vögel bietet.

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Von Martina Rathke, dpa