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Usedom Ministerin besucht Greifswald und Insel Usedom: Gesundheitsstruktur der Region im Wandel
Vorpommern Usedom Ministerin besucht Greifswald und Insel Usedom: Gesundheitsstruktur der Region im Wandel
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00:00 07.10.2016
Die Klinik „Klaus Störtebeker“ wird zum Anlaufpunkt für akute Notfälle bei Kindern. Quelle: Klinik

Die Johannesbad Fachklinik „Klaus Störtebeker“ Ostseestrand in Kölpinsee auf der Insel Usedom wird künftig eine Notdienstsprechstunde für Kinder anbieten. Das teilte das Sozialministerium gestern nach einem Treffen von Gesundheitsministerin Birgit Hesse (SPD) mit Vertretern des Trägers, der Johannesbad Gruppe, mit. Die Einbeziehung der Eltern-Kind-Klinik in Kölpinsee sei Teil der Neustrukturierung der kinderärztlichen Versorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

„Kinderklinik und Geburtshilfe in Anklam funktionieren reibungslos.“Birgit Hesse (SPD), Sozialministerin

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, mit der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand in Kölpinsee einen kompetenten Partner gefunden zu haben, um Akut- und Rehamedizin besser miteinander zu vernetzen“, sagte Hesse. Davon würden vor allem die kleinen Patienten und deren Eltern auf Usedom profitieren.

Im Gegenzug erklärte Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe: „Wir übernehmen hier gerne die Verantwortung für den Standort Usedom.“ Der Gesundheitsdienstleister betreibt deutschlandweit neun Rehakliniken, darunter zwei Eltern-Kind-Einrichtungen.

Neben dem Angebot der Notdienstsprechstunde wolle die Rehaklinik künftig auch in anderen Bereichen zur Verbesserung der kindermedizinischen Versorgung der Region beitragen. So wird sie in das im Aufbau befindliche telepädiatrische Netzwerk eingebunden und auch in der Weiterbildung medizinischer Fachkräfte aktiv sein. „Das kommt den Medizinern wie den Patienten zugute“, sagte Dr. York Dhein.

Die Johannesbad Fachklinik trägt dafür die Personalkosten und stellt Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.

Die Ministerin verwies darauf, dass in jüngster Vergangenheit bereits zahlreiche Umstrukturierungen im Gesundheitssystem im Landkreis Vorpommern-Greifswald vorgenommen wurden (siehe Beitrag unten).

Ohne dabei konkret die Schließung der Kinder- und Entbindungsstation in Wolgast zu nennen, wies sie darauf hin, dass der Klinikstandort Anklam gestärkt worden sei. „Kinderklinik und Geburtshilfe in Anklam funktionieren reibungslos und bieten sowohl Müttern und ihren Kindern als auch den Mitarbeitern eine gute Versorgung“, sagte Hesse.

Eine Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern und der AOK-Nordost sieht die Förderung der kinderärztlichen Weiterbildung im ambulanten Bereich vor.

Ferner weist das Sozialministerium darauf hin, dass der Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt auch eine so genannte „Nummer gegen Kummer“ anbietet, an die sich Eltern mit kranken Kindern wenden können und von Spezialisten beraten werden (die OZ berichtete). Zudem unterstütze das Land weitere Gesundheitsprojekte in der Region. Die Universitätsmedizin Greifswald werde mit Unterstützung des Landes ein telepädiatrisches Netzwerk aufbauen und installieren, dass Diagnose und Behandlung ortsunabhängig gestaltet. Zudem startet zum Jahresende ein Modellprojekt, um Einsatzmöglichkeiten arztentlastender Dienste im kindermedizinischen Bereich (Kinder-AgnES) zu testen.

Angelika Gutsche

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