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Usedom Mit Fahrplankorrektur das Transport-Chaos beseitigt
Vorpommern Usedom Mit Fahrplankorrektur das Transport-Chaos beseitigt
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00:00 16.09.2016

„Es läuft!“ Kerstin Goetz, Leiterin der Zinnowitzer Grundschule, ist erleichtert, dass ihre Schüler nun nach dem Unterricht problemlos nach Hause kommen. „Zwischen 11.47 und 16.47 Uhr fährt jede Stunde ein Bus in Richtung Lütow und Neuendorf. Damit hat sich die Situation entspannt. Um 14.35 Uhr ist unser Unterricht beendet“, so Kerstin Goetz, die von einer „mega anstrengenden“ ersten Schulwoche spricht. Denn da lief im Schülerverkehr wenig zusammen – Kinder mussten lange auf den Bus warten oder lange Fahrzeiten auf sich nehmen. Beim Landkreis und dem Betreiber der Buslinien, der Usedomer Bäderbahn, häuften sich die Beschwerden von Eltern und Schulleitern.

„Wir konnten unseren Neigungsunterricht nicht zum Laufen bringen, der Stundenplan steht auch jetzt erst“, sagt Kerstin Goetz und benennt zwei Auswirkungen des Durcheinanders im Schülerverkehr.

Kaum anders erging es den Kindern in der Koserower Grundschule. Auch Schulleiterin Petra Dröse konnte jedoch gestern morgen, nachdem sie die Schüler begrüßt und vom Bus zur Schule begleitet hatte, absolute Entspannung signalisieren. Alle „Fahrkinder“ aus dem Inselsüden können nun wieder kurz nach Unterrichtsschluss um 13.40 Uhr mit dem blau-weißen Bus nach Hause fahren. Über Kölpinsee, Loddin, Ückeritz, Pudagla bis nach Neppermin und Mellenthin. Das „letzte Kind“ ist damit gegen 14.15 Uhr wieder im Heimatort. „Das ist in Ordnung“, versichert die Schulleiterin und ergänzt: „Es gab jetzt, nach der Fahrplankorrektur durch die UBB, auch noch keinerlei negative Rückmeldung von Eltern.“ Sie sei sehr froh, dass das Problem für „ihre“ Schüler „gelöst ist“.

Ein Krisengipfel am vergangenen Freitag hatte – wie berichtet – wenigstens Schulleiter und die UBB zusammengebracht. Vom Landkreis, der für die Schülerbeförderung verantwortlich ist, hatte sich niemand sehen lassen. „Wir hatten keine Einladung“, sagte gestern Vize-Landrat Jörg Hasselmann (CDU) auf Nachfrage. Er sprach zwar von einer Entspannung im Schülerverkehr, sieht aber dennoch „Handlungsbedarf. An die UBB wurden Sicherheitsbedenken herangetragen. Da müssen wir noch was tun“, so Hasselmann, der die Kritik am Landkreis nur bedingt zulassen will.

„Wir müssen politisch sehen, wie wir künftig mit eigenwirtschaftlichen Anträgen umgehen. Das kann nicht sein, dass wir als Landkreis außen vor sind, wenn es um Fahrpläne geht“, sagt der Vize-Landrat und bezieht sich auf die Konzessionsvergabe an die Usedomer Bäderbahn zu Jahresbeginn. Die UBB hatte vom Land bei der Konzessionsvergabe den Zuschlag bekommen, weil sie einen eigenwirtschaftlichen Antrag gestellt hatte. Die Firma Ostseebus, die bis 2015 die Linien absicherte, hatte jährlich vom Kreis einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 200000 Euro bekommen. Damit sei abgesichert worden, dass auch unwirtschaftliche Linien weiter bedient werden. Mit der Beantragung eigenwirtschaftlicher Konzessionen verzichtet der Bewerber nun aber auf die Mittel.

Jörg Hasselmann spricht von „Chaos“, wenn er an die erste Woche im Schülerverkehr denkt. „Da fehlte die Kommunikation zwischen der UBB und den Schulen. Ich bin den Schulleitern dankbar, dass sie das dennoch sehr gut koordiniert haben.“

Zur Kritik, dass der Fahrplan erst kurz vor Schulbeginn stand, sagt Hasselmann: „Drei Wochen vor Schulbeginn haben wir den UBB-Fahrplan bekommen und nicht bestätigt. Weil einige Änderungen vorgenommen wurden, kam der neue Fahrplan dann erst kurz vor Schulbeginn.“

Henrik Nitzsche und Steffen Adler

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