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Mit Insel-Imkern durch Wald und Flur

Neu Pudagla Mit Insel-Imkern durch Wald und Flur

Usedomer Bienenzüchter luden Interessierte zu einem Aktionstag am Forstamt Neu Pudagla ein

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Bienen, Blumen und Bäume standen am Sonnabend im Fokus während des gemeinsamen Ausflugs in die Natur.

Quelle: Fotos: Stefan Brümmer

Neu Pudagla. Karsten Knoblauch ist Brandenburger, kommt aus Schöneiche bei Berlin, ist Dauercamper auf der Insel Usedom und auf die Biene gekommen. Die fleißigen Insekten faszinieren ihn. Am liebsten würde er selbst Bienen halten, sprich Hobby-Imker werden. Aber geht das überhaupt? Karsten Knoblauch hat noch so viele Fragen. Zumal er beruflich in der IT-Branche tätig ist, die ihm vieles abverlangt. Seit Sonnabend ist der Randberliner klüger. Mit Frau und Hund war Karsten Knoblauch einer von knapp 50 Interessierten, die am Tag der Deutschen Imkerei am Forstamt Neu Pudagla ein Angebot des Imkervereins Insel Usedom annahmen, um sich zu informieren.

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Usedomer Bienenzüchter luden Interessierte zu einem Aktionstag am Forstamt Neu Pudagla ein

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Unser Verein hat 25 aktive Imker auf der Insel Usedom.“Harald Hubrecht,

Imkerverein

der Insel Usedom

Während eines ausgiebigen Rundgangs durch Wald und Flur, bei dem Forstmann Karl-Heinz Rath und Pflanzenexperte Werner Schnapp den Neugierigen Wissenswertes über Kultur- und Wildpflanzen erläuterten, waren die Knoblauchs stets an der Seite von Harald Hubrecht. Der Mann ist der Vizechef vom Imkerverein Insel Usedom. Einer, der Bescheid weiß und viele der Fragen der neugierigen Besucher beantworten konnte. Als Grund für die wachsende Faszination an der Bienenhaltung sieht Hubrecht ein gestiegenes Umweltbewusstsein. „Bienen haben einen gewaltigen ökologischen Nutzen“, betont der Imker immer wieder. Indem die fleißigen Tierchen Blüten bestäuben, bilden sich Samen und Früchte, die unverzichtbar sind für die Ernährung von Mensch und Tier. Aber natürlich wollen die Imker auch ihren eigenen leckeren Honig ernten.

„Unser Verein hat 25 aktive Imker auf der Insel Usedom“, weiß Hubrecht. In ganz Mecklenburg-Vorpommern züchten rund 5000 Hobby-Imker Bienen, Tendenz steigend. Etwa 1450 davon sind im Landesverband der Imker organisiert. Interessant ist, dass die Landesanstalt für Bienenkunde der Stuttgarter Universität Hohenheim (Baden-Württemberg) die Wirtschaftsleistung der deutschen Hobby- und Berufs-Imker auf rund zwei Milliarden Euro pro Jahr schätzt. Der jährliche Honigverzehr liege bei fast 100000 Tonnen. Somit seien Bienen die drittwichtigsten Nutztiere in Deutschland nach Schweinen und Rindern.

Apropos Landwirtschaft. Bei einem Sechs-Augen-Gespräch zwischen Dauercamper Karsten Knoblauch, Harald Hubrecht vom Insel-Imkerverein sowie Vereinsvorstandsmitglied Lothar Wilke wehrte sich letzterer dagegen, die Landwirte dafür verantwortlich zu machen, dass es der Biene schlecht gehe. „Wir versuchen seit längerem, und durchaus mit Erfolg, mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen, was das Anlegen blühender Randstreifen an den Feldern angeht“, informiert er. Als eine wichtige Aufgabe des Imkervereins sieht es Lothar Wilke, „mit den Landwirten zu reden, zu reden und nochmals zu reden.“

Fakt sei jedoch, dass die Lebensräume der so bedeutenden Bienen immer kleiner werden. Gefährdet seien sie vor allem durch den Flächenverbrauch. Hinzu kämen Bedrohungen durch verschiedene Pestizide und Parasiten wie der Varroamilbe.

Ob Urlauber Karsten Knoblauch sich entscheidet, Hobby-Imker zu werden, ist noch offen. Aber der Naturfreund weiß jetzt dank des informativen Aktionstages im Insel-Forstamt besser Bescheid über Bienen, Honig und was dazu gehört.

Stefan Brümmer

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