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Usedom Mit Nora geht die Stiftung auf neuen Kurs
Vorpommern Usedom Mit Nora geht die Stiftung auf neuen Kurs
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00:00 24.03.2014
Nora Pagels (21) besitzt so manche Eigenschaft, die ihr bei ihrem BWL-Studium zugute kommt. Quelle: Angelika Gutsche
Ahlbeck

Nora Pagels (21) aus Ahlbeck hat sich eine besondere Unterstützung bei der Finanzierung ihres Studiums erarbeitet. Eher zufällig bekam die Studentin der Fachhochschule Stralsund über eine Nachbarin Kontakt zur Achterkerke-Stiftung. „Ich habe immer neben dem Studium gejobbt, da kam mir das Angebot, in den Semesterferien in der Stiftungsvilla zu arbeiten, gerade recht“, sagt die 21-Jährige.

Weil sie so korrekt und sauber arbeitete, fiel sie Heinz-Egon Achterkerke auf. „Ich muss zugeben, ich war beeindruckt. Auch weil mir Nora dann erzählte, wie sie ihr Studium drei Semester lang finanziert hatte“, schildert Achterkerke das Zustandekommen des Kontaktes. Als eines von drei Geschwistern einer alleinerziehenden Mutter hat sie schnell lernen müssen, wie man neben dem Studium Geld verdienen kann. „Mitunter hatte ich gleichzeitig zwei Jobs, war nach der Arbeit erst spät nachts im Wohnheim und früh morgens schon wieder in Vorlesungen oder Seminaren“, beschreibt die ausgebildete Einzelhandelskauffrau ihren Tagesablauf. Achterkerke weiß aus eigener Erfahrung, dass die Anstrengungen mit dem vierten Semester wachsen und so viel Arbeit nicht bis zum Abschluss des Studiums gut gehen kann. Deshalb kommt die Stiftung jetzt für Noras Miete und Studienkosten auf.

Ein bisschen wird damit auch die tolle Entwicklung gewürdigt, die Nora mit dem Erwachsenwerden genommen hat. „In meiner Schulzeit war ich keine große Leuchte, die zehnte Klasse habe ich noch mit einer Drei abgeschlossen“, erzählt die junge Frau. Erst später, während der Lehre zur Einzelhandelskauffrau in Neubrandenburg, beobachtete sie an sich wachsenden Fleiß und Ordnungssinn: „Ich bin vom Wesen her sehr strukturiert und ordentlich. Es macht mich glücklich, Ordner hübsch säuberlich zu beschriften und mit Zahlen umzugehen“, lächelt sie verschmitzt. Das Fachgymnasium in Wolgast schloss sie schon mit der Note 1,3 ab: „Dann habe ich bemerkt, dass mir das Kalkulieren und Steuerrechnung Spaß macht.“ Bei verschiedenen Praktika fand sie dafür Bestätigung, so dass sie sich bei der im vierten Semesters ihres BWL—Studiums fälligen Spezialisierung für die Vertiefungsfächer Bilanzsteuerrecht, Rechnungswesen und Finanzmanagement entschied.

Die Stiftungsinhaber Brigitte und Heinz-Egon Achterkerke sind froh, die junge Frau auf ihrem Weg unterstützen zu dürfen: „Natürlich haben wir dabei im Hinterkopf, dass Nora einmal zurück auf die Insel kommt. So tüchtige junge Leute brauchen wir hier dringend.“ Und sie hoffen, dass die Ahlbeckerin nicht nur den Bachelor, sondern im Anschluss daran auch noch den Master ablegt. „Ich werde mich bemühen“, sagt Nora, die die Hilfe zu schätzen weiß und der Stiftung im Gegenzug bei der Buchhaltung hilft.

Nora Pagels sagt selbst von sich, sie sei kein Überflieger, eher jemand, der zielstrebig und Schritt für Schritt eine Aufgabe angehe. Ursprünglich war sie durch Praktika bei Modedesignerin Magdalena Buchalow und Boutiqueinhaberin Ursula Rößner angeregt worden, Schneiderin zu werden. Das Leben wollte es anders. Das Schneiderhobby hat sich die Ahlbeckerin jedoch ebenso bewahrt wie ihre Liebe zur Musik. In ihrem Kleiderschrank hängt manch selbst designtes Stück und das autodidaktisch erlernte Gitarrenspiel will sie noch mit Unterricht verbessern.

Übrigens ist Nora in ihrer Familie bereits das zweite Kind, das die Achterkerke-Stiftung unterstützt. Ihr Bruder hätte seine Glaserlehre nicht zu Ende bringen können, wären die Achterkerkes nicht für die Fahrkosten zur Berufsschule in Lübeck und die Unterkunft dort aufgekommen.

Bisher gefördert:
Die Achterkerke-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligte Kinder zu fördern, ihnen eine gute Ausbildung zu bieten und zu helfen, Werte zu vermitteln. Bisher wurden drei begabte Mädchen gefördert:

Nele Schlötzer, die 2012 ihr Abitur an der Hochbegabtenschule in Rostock ablegte,
Julia Petz, die bis 2013 an einer Privatschule zur Maskenbildnerin ausgebildet wurde und
Virginie Paul die zur Zeit ihr Abitur an der Hochbegabtenschule in Porta ablegt und dabei eine besondere Sprachbegabung zeigt.



Angelika Gutsche

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