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Usedom Mit dem goldenen Kompass auf Platz 1
Vorpommern Usedom Mit dem goldenen Kompass auf Platz 1
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02:18 30.01.2018
Ein lesestarkes Team bewies in der Wolgaster Buchhandlung sein Können. Am Ende hatte Josefine May (4.v.l.) die Nase vorn. Quelle: Foto: Tom Schröter
Wolgast

Josefine May aus Lübs wurde am Wochenende in Wolgast zur besten Vorleserin Ostvorpommerns gekürt. Beim 59. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels holte sich das Mädchen, das in Anklam die Evangelische Grundschule „Peeneburg“ besucht, den ersten Preis. Damit qualifizierte sich die Elfjährige für den Ausscheid auf Landesebene Anfang Mai in Schwerin. „Wer dort gewinnt, vertritt unser Bundesland Anfang Juni beim Bundeswettbewerb in Berlin“, erklärte Buchhändlerin Ute Henze, die in traditioneller Manier den Wettstreit im Kundenraum ihres Geschäfts ausrichtete.

Die Teilnehmer

Am Vorlesewettbewerb nahmen teil: Konrad Engel (Regionale Schule Lubmin), Edgar Finger (Adelung-Schule Spantekow), Fabian Herzog (Ostsee-Schule Ückeritz), Kimberley Hundt (Peenetal-Schule Gützkow), Josefine May (Evang. Grundschule Anklam), Johannes Schröder (Schiller-Schule Anklam), Mattes-Carl Schröter (Heberlein-Schule Wolgast), Friederike Stackelberg (Integr. Gesamtschule Zinnowitz), Thomas Töpfer (Kosegarten-Schule Wolgast).

Neun Mädchen und Jungen, die sich zuvor als beste Leser in ihrer jeweiligen Schule qualifiziert hatten, traten in der Stadt am Peenestrom gegeneinander an. Die Zuhörer sollten angesichts der selbstbewussten und lesesicheren Auftritte der jungen Akteure ins Staunen geraten. Die Juroren – die kürzlich pensionierte Deutschlehrerin Anita Schwill und Schriftsteller Kurt Scharf aus Wolgast sowie die Vorjahressiegerin Caitline Cecile Brauer von der Ostsee-Schule aus Ückeritz – achteten auf jedes Detail. Zunächst hatten alle Teilnehmer ein mitgebrachtes Buch kurz vorzustellen und daraus eine Passage zu lesen, die sie sich selbst aussuchen und zu Hause üben konnten. Dann folgte ein für sie fremder Text aus dem lustigen Kinderroman „Pia Karlssons schlimmster Sommer“ von Elin Lindell.

Für den ersten Teil hatte sich Josefine May einen Band der Phillip Pulman-Trilogie „Der goldene Kompass“ ausgesucht, in der das neugierige Mädchen Lyra eine Phantasiereise durch unterschiedliche Welten unternimmt. Auch Teil zwei meisterte sie mit Bravour. „Sie hat besonders durch ihren Umgang mit dem Fremdtext überzeugt“, erklärte Juror Kurt Scharf im Anschluss. „Es war ein sehr guter Vortrag in einer aufrechten Lesehaltung – ohne Hacker, mit einer deutlichen Aussprache und gutem Ausdruck.“ Wichtig sei dies auch, um in den Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene zu brillieren, wo die Fremdtexte dominieren würden.

Die Siegerin freute sich sichtlich über ihr Abschneiden. „Phantasieromane lese ich am liebsten. Denn darin geschehen phantastische Dinge, die im echten Leben nicht passieren würden“, sagte sie, die viel Zeit beim Schmökern verbringe. Ihre Mitstreiter waren gleichsam mit interessanter Lektüre angerückt. Für ihren Vortrag hatten sie teils spannende und turbulente, teils aber auch nachdenklich stimmende Abschnitte ausgewählt. Die Gäste hörten Leseproben unter anderem aus „Der geheime Schatz“ von Winter Morgan, „Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch“ von Andreas Steinhöfel und „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss. Am Ende erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde, eine Blume und ein Buch – die Siegerin sogar zwei.

Tom Schröter

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