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Usedom Mit fünf Jahren an der Kasse im Discounter
Vorpommern Usedom Mit fünf Jahren an der Kasse im Discounter
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00:01 18.11.2016
Bitte das Ü-Ei scannen! July Schmieder aus Karlshagen durfte an der Kasse im Lidl-Markt in Zinnowitz Platz nehmen. FOTO: HENRIK NITZSCHE

Stolz wie Bolle war July Schmieder, als sie hinter der Kasse Platz nehmen und ihr Überraschungs-Ei scannen durfte. Dass die Fünfjährige an der Zahlstelle im Zinnowitzer Lidl-Markt saß, lag nicht an der schlechten Personallage im Discounter. „Einmal im Jahr laden wir zu einem Kita-Tag in unsere Filiale ein“, klärt Marvin Werth, Verkaufsleiter bei Lidl, den Einsatz der jungen „Kassiererin“ auf. Die süße Kleinigkeit durften übrigens alle Kinder scannen, die mit Eltern und Erzieherinnen in den Markt gekommen waren. Und erleben durften, was ein Filialleiter so für Aufgaben hat. „Wir haben den Kindern alle Berufe vorgestellt, die es bei uns gibt. Das fängt beim Chef an und hört bei der Kassiererin auf“, so der 27-Jährige, der für die Filialen in Zinnowitz, Bansin, Wolgast, Anklam und Greifswald zuständig ist. In MV betreibt die Firma 91 Filialen mit insgesamt rund 2500 Mitarbeitern.

Wie es beispielsweise hinter dem Backshop aussieht, erlebten die Kleinen hautnah bei einem Rundgang. „Jeder durfte ein Weizenbrötchen backen“, sagt Werth, der den Vormittag möglichst aktiv gestalten wollte. Deshalb durften sich die Kinder an der Papierpresse ausprobieren oder schauen, was mit den Flaschen passiert, wenn sie der Pfandautomat geschluckt hat. Zuvor gab es Bildungsunterricht im Obst- und Gemüseraten. „Gurke und Paprika kannten die meisten der Kinder, bei Avocado oder Kaki wurde es schon schwieriger“, sagt der Verkaufsleiter. Die Himbeeren und Mandarinen zu erkennen, war für Laura (6) aus Zinnowitz kein Problem. „Die esse ich regelmäßig zu Hause.“ Sie geht häufig mit ihrer Mutter einkaufen. Genauso wie July (5) aus Karlshagen: „Da gibt es immer eine Süßigkeit.“ In Zinnowitz gab es zum Abschluss belegte Brötchen und eine Tüte mit Obst, einer Brotbox und dem neuen Prospekt des Marktes. Klar, die Mama soll ja zum Einkaufen wiederkommen.

Die Kinder auch, denn wie hat Erzieherin Ines Koos gesagt: „Fotos und Videos sind als Anschauungsmaterial zwar schön, praxisnahe Bildung ist aber viel besser.“

Henrik Nitzsche

OZ

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