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Usedom Mobiler Spiele-Trend: Usedom im Pokémon-Go-Fieber
Vorpommern Usedom Mobiler Spiele-Trend: Usedom im Pokémon-Go-Fieber
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07:10 29.07.2016
Pokemon-Spieler auf der Zinnowitzer Promenade. Quelle: Karoline Ploetz
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Zinnowitz

Gebannt starren die Spieler auf ihre Handys, laufen durch Straßen und Wälder, ohne etwas von ihrer Umgebung wahr zu nehmen. Die Rede ist vom neuen Hype in der Spielewelt - Pokémon Go.Am Mittwochvormittag rief die OSTSEE-ZEITUNG zu einem Pokémon-Go-Treffen auf. Als Praktikantin war ich selbstverständlich mit dabei und stand am Donnerstag um Punkt elf Uhr an der Zinnowitzer Kurverwaltung. Etwa zehn Jugendliche und Erwachsene kamen mir, gespannt auf ihr Smartphone schauend, entgegen. Trotz der Ablenkung waren sie alle heil eingetroffen. Langsam setzte sich die Gruppe Richtung Promenade in Bewegung.

Eine der Spielerinnen ist Ines Adler. Sie kam vor ungefähr einer Woche durch ihre Tochter zum Spiel. „Ich finde es gut, dass man abends rausgeht, anstatt vor dem Fernseher zu sitzen“, erzählt die 45-Jährige. Wolgast hat sie schon komplett abgesucht und auch in Freest alle Pokémon eingefangen. Mittlerweile hat sie Level zehn von 40 erreicht. Ich selbst habe das Spiel schon länger auf meinem Handy, habe aber erst das fünfte Level. Plötzlich ein Ruf: „Mein Handy ist abgestürzt.“ Da das Spiel über mobiles Internet läuft, GPS und Kamera eingeschaltet sind, kann es schnell zu einem Absturz kommen. Außerdem muss der Akku ständig aufgeladen werden. Der 15-jährige Urlauber Christopher Rothe ist gemeinsam mit seinen Eltern unterwegs. Er findet das Pokémon- Go-Treffen und dass so viele Leute mitmachen, ausgesprochen „cool“. Der Anhaltiner spielt das Spiel fast den ganzen Tag. „Mein Tagesablauf sieht so aus: Pokémon spielen, nach Hause zum Handy laden – und weiter geht's“, sagt er.

Mitten im Spiel bleibt die ganze Gruppe stehen, weil das System überlastet ist – Komplettabsturz. Eine Weile bleiben wir an der Zinnowitzer Promenade stehen. Auch ich hole nun mein Smartphone heraus und versuche mein Glück, das Spiel zu öffnen. Und tatsächlich – bei mir funktioniert es. Ich kann sogar ein „Myrapla“-Pokémon fangen. Kurz danach heißt es aber: GPS-Signal nicht gefunden. Auch ich muss das Spiel also abbrechen. Ich tausche mich dann lieber mit anderen Spielern aus. Nebenbei hört man die ersten sagen: „Endlich bin ich auch wieder drin.“ Die anderen müssen noch warten, bis es weiter geht.

Die beiden Kumpel Carlo Fürst (19) und Pascal Wendel (19) sind Pokémon-Neulinge. Erst seit ein paar Tagen spielen die beiden mit. Doch sie versuchen aufzuholen: Carlo spielt am Wochenende neun bis zehn Stunden täglich. In der Woche kommt er jeden Tag mindestens auf drei Stunden.Solange halte ich es nicht durch. Nach zwei Tagen verlor ich bereits das Interesse. Zwar gehe ich gerne draußen spazieren, aber dabei brauche ich kein Handy in meiner Hand.Währenddessen löst sich die Gruppe langsam auf. Am Zinnowitzer Konzertplatz sind die Ersten aus meiner Sichtweite verschwunden. Bald müssen auch die anderen weiter – den Akku laden.

Karoline Ploetz

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