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Mölschow: 60 Altreifen illegal entsorgt

Bannemin/Karlshagen Mölschow: 60 Altreifen illegal entsorgt

Grundstückseigentümerin aus Karlshagen soll die Kosten für die Entsorgung tragen / Landkreis fordert Beräumung bis zum 22. Juli

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Mölschows Bürgermeister Roland Meyer ist fassungslos: Hier hat einer seine Altreifen in die Natur gekippt. Fotos (2): Henrik Nitzsche

Bannemin/Karlshagen. An der Kreisstraße zwischen Mölschow und Zecherin haben Unbekannte etwa 60 Altreifen auf illegale Weise entsorgt. „Das ist eine Schweinerei. Die Reifen liegen hier schon mehrere Tage“, schimpft Mölschows Bürgermeister Roland Meyer. Vermutlich in der Nacht wurde der riesige Stapel in den Windschutzstreifen an der Straße gekippt. Meyer habe daraufhin bei der Polizei Anzeige erstattet. „Unser Amt hat sofort das Kreisumweltamt informiert“, so Meyer, der eine Entsorgung durch die Gemeinde Mölschow allerdings ausschließt. „Dafür haben wir kein Geld.“

OZ-Bild

Grundstückseigentümerin aus Karlshagen soll die Kosten für die Entsorgung tragen / Landkreis fordert Beräumung bis zum 22. Juli

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Kühlgeräte werden geholt

Altkühlgeräte gehören nicht zum Sperrmüll. Alte Kühlschränke oder Tiefkühlgeräte werden nach wie vor kostenlos vom Landkreis Vorpommern-Greifswald abgeholt. Laut Kreissprecher Achim Froitzheim werden die Geräte vor der Haustür abgeholt oder auf den Wertstoffhöfen angenommen. „Ein Anruf zur Terminvereinbarung genügt“, so Froitzheim.

Abfallberatung: ☎ 03 83 55/69 513

Das gilt auch für den Landkreis Vorpommern-Greifswald, der sich dieser Sache nun aber angenommen hat. Und zwar zu Ungunsten der Grundstückseigentümerin. Die wurde vom Kreis ermittelt und hat quasi jetzt die 60 Altreifen an der Backe. Astrid Seevers aus Karlshagen bekam nämlich Post aus Greifswald. In dem Schreiben vom Umweltamt des Kreises, das der OZ vorliegt, wird die Karlshagenerin aufgefordert, „die auf ihrem Grundstück befindlichen Abfälle bis zum 22. Juli einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen und die Entsorgungsnachweise bis zum 26. Juli vorzulegen“.

„Das kann doch nicht wahr sein“, sagt Astrid Seevers, die das Grundstück an der Straße von ihren Eltern übernommen und an einen Landwirt verpachtet hat. „Die Entsorgung kostet ein Haufen Geld. Ich werde nun bestraft, weil irgendwelche Leute meinen, ihren Dreck einfach in der Natur abkippen zu müssen. Das sehe ich gar nicht ein.“

Um die Entsorgung wird sie wohl kaum herumkommen. Wie Kreissprecherin Anke Radlof auf Nachfrage informierte, „fällt grundsätzlich die Beräumung illegal abgelagerter Abfälle in die Verantwortlichkeit des Grundstückseigentümers als Abfallbesitzer, sofern kein Verursacher ausfindig gemacht werden kann“. Der Fall in Mölschow liege gegenwärtig noch bei der Unteren Abfallbehörde in Bearbeitung. „Da es sich hier um ein laufendes Verwaltungsverfahren handelt, möchten wir dazu keine Detailinformationen geben“, so die Kreissprecherin weiter.

Für Bürgermeister Meyer ist das ein Unding: „Es gab Zeiten, da hat der Landkreis das noch unentgeltlich entsorgt. Nun lädt man das auf die Grundstückseigentümer ab.“ Als rechtlich zulässig bewertet Bernd Meier, Leiter des Ordnungsamtes im Amt Usedom Nord, den Fall. Die Anzahl der Anzeigen wegen illegaler Entsorgungen sei in den vergangenen Jahren gesunken. „Unser Schwerpunkt im Amtsbereich ist vor allem Peenemünde. Am Flughafenring sowie auf dem Parkplatz Kienheide wird öfter mal Müll abgeladen“, so Meier.

Wie nun Astrid Seevers mit den Altreifen umgehen soll, weiß sie noch nicht: „Ich kann den Bereich an der Straße ja nicht einzäunen.“

Henrik Nitzsche

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