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Usedom Mölschow: Flüchtlinge ausgezogen
Vorpommern Usedom Mölschow: Flüchtlinge ausgezogen
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00:01 17.10.2017
Mölschow

Die sogenannte Clearing- und Inobhutnahmestelle in Mölschow, in der seit Mai 2016 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge wohnen, ist leergezogen. Wie der Landkreis Vorpommern-Greifswald gestern bestätigte, verließen die letzten zwölf Jugendlichen am vergangenen Freitag ihr vorübergehendes Domizil. Bereits im Laufe der Vorwoche kehrten einige Jugendliche der Insel den Rücken und wurden in anderen Quartieren im Landkreis untergebracht.

Bis zu 20 Flüchtlinge lebten in dem Gebäude. Quelle: Foto: Wallrodt

Hintergrund des Auszugs ist laut Gerd Hamm, Sozialamtsleiter des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der Mangel an Sozialpädagogen in der Unterkunft. „Wenn der Personalschlüssel nicht mehr eingehalten werden kann, wird es schwierig, die Unterbringung aufrecht zu erhalten. Einige Kollegen haben gekündigt, andere waren krank. Uns blieb nichts anderes übrig, als die Stelle zu schließen. Auf Ausschreibungen haben sich gar keine und kaum Leute beworben“, erklärt Hamm.

Bis zu 20 Jugendliche lebten gleichzeitig in der Unterkunft. „Einige der verbliebenen Jugendlichen wurden nun zum Beispiel in Ueckermünde untergebracht“, sagt Hamm.

Bereits lange bevor ein junger Flüchtling Usedomer Boden berührte, gab es in der Bevölkerung heftige Proteste und reichlich Diskussionen in der Gemeindevertretung. Bedenken hatte ein Teil von ihnen vor allem, dass es nicht genug Angebote für die Jugendlichen gibt und dass eine Integration auf dem Land schwierig sei. Die Einwohner hatten Angst um ihre Sicherheit. Vereinzelt kam es zu Polizeieinsätzen in der Unterkunft.

Mölschows Bürgermeister Roland Meyer wollte sich auf OZ-Nachfrage nicht zu dem Thema äußern. „Ich habe keine Zeit“, sagte er kurz und knapp und legte den Telefonhörer auf.

Hannes Ewert

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