Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Mölschow: Kinder sollen auch in Zinnowitzer Schule dürfen
Vorpommern Usedom Mölschow: Kinder sollen auch in Zinnowitzer Schule dürfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:02 15.03.2018
Mölschow/Karlshagen

Könnte dieser Beschluss den Schulstandort Karlshagen gefährden? Mehrheitlich haben die Mölschower Gemeindevertreter am Dienstagabend beschlossen, einen Antrag beim Landkreis Vorpommern-Greifswald zur Änderung des Schuleinzugsbereiches zu stellen. Ziel soll es sein, das Schuleinzugsgebiet für die drei Ortsteile der Gemeinde Mölschow (Zecherin, Bannemin, Mölschow) auch auf die Grundschule Zinnowitz zu erweitern. Bislang gilt die Regionale Schule und Grundschule Heinrich Heine in Karlshagen ausschließlich als Stammschule.

Ich bin verwundert und überrascht von so einer Diskussion.Marlies Schönberg, Schulleiterin Karlshagen

Die Verwaltungschefin des Nordamtes, Kerstin Teske, sieht mit der Änderung des Schuleinzugsgebietes durchaus eine Gefährdung des Schulstandortes Karlshagen. Im Amtsbereich habe man sich gemeinschaftlich verständigt, den Schulstandort Karlshagen zu stärken, so die Verwaltungschefin.

„Das bleibt auch so“, betonte der Abgeordnete Paul Kreismer (Kompetenz für Vorpommern). „Ich stehe zu Karlshagen, lasse aber auch Zinnowitz zu. Wir sollten so eine Diskussion gar nicht führen.

Unseren Standort in Karlshagen behalten wir natürlich weiter im Auge. Wir sollten aber den Eltern die Entscheidung überlassen, wo ihre Kinder hingehen“, meinte Kreismer. Und bekam Rückendeckung von Martin Haß (CDU), stellvertretender Bürgermeister: „Wir sollten offen sein für eine freie Schulwahl und somit auch attraktiv für junge Familien. Ich kenne viele Karlshagener, die sich in der Zinnowitzer Grundschule angemeldet haben. An drei Kindern wird es in Karlshagen wohl nicht scheitern“, so Haß.

„Verwundert“ und „überrascht“ von der Diskussion zeigte sich gestern Marlies Schönberg, Leiterin der Karlshagener Schule. „Die amtsangehörigen Gemeinden haben sich zu einem Schulstandort bekannt. So eine Entscheidung, sollte sie durchgehen, ist für die Entwicklung des Schulstandortes sicherlich nicht förderlich.“

Die demografische Entwicklung werde sich im nächsten Jahr auch in der Karlshagener Schule niederschlagen, wie Marlies Schönberg ankündigt. „Im Schuljahr 2017/18 hatten wir 49 Einschulungen, 2018/19 erwarten wir nur 28 Abc-Schützen.“ Derzeit werden in der Karlshagener Grundschule knapp 160 Kinder – jede Klasse zweizügig – unterrichtet.

Bis der Weg für Eltern der Gemeinde Mölschow aber frei ist, zwischen Karlshagen und Zinnowitz zu wählen, bedarf es noch einiger Genehmigungen. Im Landkreis sei zwar der Schulentwicklungsplan bereits beschlossen, die Schuleinzugsbereichssatzung allerdings noch nicht. Dies werde noch eine Weile dauern, da es mit der Einzugsbereichsbestimmung für die Stadt Greifswald noch Probleme gibt. Eine Genehmigung stehe deshalb noch aus. Weil die Satzung noch eine Hängepartie sei, könne Mölschow nun lediglich formlos die beabsichtigte Änderung zum Landkreis schicken, der vorab alle möglichen Abstimmungen, wie Schülerbeförderung und Stellungnahmen der Schulen, treffen kann.

Sollte dazu eine Stellungnahme vom Kreis vorliegen, soll erst der Beschluss durch den Mölschower Gemeinderat gefasst werden.

Schule Karlshagen: Stempel fehlt zur Fusion

Seit dem Schuljahr 2017/18 greift der Beschluss der Gemeindevertreter für die Fusion der Schulen in Karlshagen. Aus zwei Schulen unter einem Dach ist die Regionale Schule und Grundschule Heinrich Heine Karlshagen geworden. Laut Schulleiterin Marlies Schönberg hat die Schule das aber immer noch nicht schriftlich von Schwerin –

„uns fehlt noch

der Stempel“.

Henrik Nitzsche

Mehr zum Thema

Die OZ stellt die Bürgermeister-Kandidaten vor – heute Thomas Beyer (SPD)

10.03.2018

MV mit eigenem Stand / Ausländische Gäste im Fokus

10.03.2018

Martin Selmayr gilt als einer der mächtigsten Eurokraten in Brüssel. Gründlich, fleißig, brillant. Und verhasst. Sein jüngster Coup lief irgendwie aus dem Ruder. Jetzt stellt auch das Europaparlament Fragen.

12.03.2018

Mit geeigneten Maßnahmen soll der Pulower See seinem Ursprungszustand wieder ange- glichen werden.

15.03.2018
Greifswald/Stralsund - Die Retter aus dem Hauttumorzentrum

Stralsunder litt an schwarzem Hautkrebs auf dem Kopf. Greifswalder Ärzte kombinierten Behandlungen und bekämpften den Krebs so erfolgreich.

15.03.2018

Jury: Beide Gotteshäuser verbinden das Touristische mit dem Spirituellen / Pilgerkirchen erhalten Preisgeld von 15000 Euro

15.03.2018
Anzeige