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Mölschower Gutsanlage stellt sich neu auf

Mölschow Mölschower Gutsanlage stellt sich neu auf

Vielfältige Angebote bleiben bestehen / Gemeinde kündigt Vertrag für Gutshaus / Junge Ausländer kommen Anfang Mai

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Mittels schwerer Technik wurde am Dienstag ein Traktor aus dem früheren Bauerngarten der Regionalgesellschaft in den Innenhof der Gutsanlage nach Mölschow gebracht.

Quelle: Silvia Voigt

Mölschow. Das große Umräumen beginnt: Weil der gemeinnützigen Regionalgesellschaft Usedom-Peene (Rege) in Mölschow ab Juni das Gutshaus nicht mehr zur Verfügung steht, müssen die Ausstellungen auf der Gutsanlage einen neuen Platz finden. Die Gemeinde hat den Vertrag mit der Gesellschaft zum 31. Mai gekündigt. Das bestätigte auf Nachfrage Mölschows Bürgermeister Roland Meyer. „Wir hatten einen Investor, der dort ein altersgerechtes Wohnprojekt plante. Er hat sein Angebot wieder zurückgezogen. Vielleicht gibt es doch wieder eine Zusammenarbeit mit der Regionalgesellschaft. Das müssen wir in der Gemeindevertretung beraten“, sagt Meyer. Er wolle aber erst einmal das Gutachten zum Zustand des Gutshauses und den dort getätigten Umbaumaßnahmen abwarten.

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Zur Geschichte

1991 wurden die gBQG „Wolgast“ als Auffanggesellschaft für entlassene Arbeitnehmer der Peene-Werft Wolgast und die gBQG „Usedom West“ für ehemalige Mitarbeiter des Metallbau Trassenheide und FDGB Feriendienst gegründet.

2008 erfolgte die Umfirmierung in Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH.

Bei der Regionalgesellschaft plant man jedoch ohne das Gutshaus, wie Bereichsleiterin Silvia Voigt betont. Die Kündigung habe den positiven Effekt, dass die Ausstellungen und Angebote auf der Gutsanlage neu strukturiert werden. Exponate und Schautafeln zur maritimen Geschichte, zum Badewesen oder zu den Freester Fischerteppichen werden nun in der Remise und im Jugendhandwerkerhof gezeigt.

Die kleine Werkstatt in der Remise beispielsweise ist jetzt Heimstätte für die Ausstellung über die Entwicklung des Landkreises inklusive einer Sammlung historischer Telefone — „mit Kurbel und Wählscheibe. Das kennt doch kaum noch einer“, sagt Voigt.

Die Abteilung „Seenotrettung“ ist ins Obergeschoss des Jugendhandwerkerhofes gezogen. Dort gibt es kreative Angebote, wie Filzen, Holzgestaltung und Seidenmalerei. „Wir bieten auf der Gutsanlage auch zukünftig vielfältige Betätigungsfelder an“, sagt Silvia Voigt und tritt damit Gerüchten von einer Schließung der Anlage entgegen. Die Regionalgesellschaft wird neben dem Gutshaus auch den Beherbergungsteil verlieren. Den übernimmt nämlich der Landkreis Vorpommern-Greifswald für die so genannte Clearing- und Inobhutnahmestelle für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Laut Kreissprecher Achim Froitzheim werden am 2. Mai die jungen Leute in Mölschow erwartet. „20 Plätze stehen zur Verfügung. Qualifiziertes Betreuungspersonal haben wir bereits“, sagt Froitzheim.

Für Silvia Voigt ist die Ankunft der 16- bis 18-Jährigen eine Chance, auf dem Gelände der alten Gutsanlage „Integration erlebbar zu machen“. Sie könnten sich einbringen bei der Vorbereitung von Veranstaltungen oder selbst die Angebote der Regionalgesellschaft, die unter dem Dach von „Usedom aktiv“ zusammengefasst sind, nutzen.

Gerade die Remise bietet viel Action mit der Carrera-Bahn oder der großen Modellbahnausstellung. „Aus dem Lager haben wir das Modell der Gutsanlage geholt, das wir nun in der Remise zeigen können.

Das wurde mal im Rahmen einer Beschäftigungsmaßnahme gebaut“, sagt Mitarbeiterin Birgit Allers.

Im Innenhof der Gutsanlage ist von der Neustrukturierung ebenfalls etwas zu sehen. Neben dem kleinen Parkplatz stehen zwei alte Traktoren, die vom „Bauerngarten“ stammen. Die Ausstellung am Ortseingang wurde Ende des vergangenen Jahres geschlossen.

Von Henrik Nitzsche

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