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Mölschower wegen TBC eines jungen Flüchtlings beunruhigt

Mölschow Mölschower wegen TBC eines jungen Flüchtlings beunruhigt

Kreissprecher: Personal und Bewohner werden trotz geringer Ansteckungsgefahr untersucht / Aufsicht in Unterkunft soll rund um die Uhr gewährleistet sein

Mölschow. Ein Fall von Tuberkulose (TBC) unter den im Kulturhof Mölschow untergebrachten minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen beunruhigt Mölschows Bürgermeister Roland Meyer (CDU). Am vergangenen Wochenende hatte sich Meyer gleich an das Kreisjugendamt gewandt und Aufklärung über das Vorkommnis verlangt, über das ihn am Rande des Schlachtefestes zwei Mädchen informiert hatten.

Der Bürgermeister hatte daraufhin versucht, auch deren Hinweis zu vermeintlichem Alkohol- und Drogenmissbrauch nachzugehen, konnte aber im Kulturhof keine zuständige Aufsichtsperson finden. „Auf mehrmaliges Klingeln an der Unterkunft kam niemand an die Tür. Diese war aber überraschender Weise offen, und ich konnte ohne Schwierigkeiten die Einrichtung betreten. Selbst auf mein lautes Rufen im Treppenhaus kam keinerlei Reaktion, überall standen die Türen auf, und niemand war anzutreffen. Auch als ich an den beiden Bürotüren klopfte, meldete sich niemand – für mich unerklärlich“, beschreibt der Bürgermeister das Erlebte, das so ganz im Gegensatz zu allen bei der Einrichtung der Unterkunft gegebenen Versprechen stehe.

Kreissprecher Achim Froitzheim bestätigte auf OZ-Nachfrage den TBC-Verdachtsfall. Um den jungen Mann auf Erregerbakterien zu untersuchen, seien in der Uniklinik Kulturen angelegt worden, die bereits am 10. August den Nachweis erbracht hätten. „Am 11. August wurde der Jugendliche auf die Isolierstation der Greifswalder Uniklinik verlegt“, so Froitzheim, der von keinem hochinfektiösen Fall spricht. Dennoch würden die Jugendlichen und das Personal untersucht. „Wir haben jetzt einen ersten genetischen Nachweis von TBC in einer so genannten Anreicherungskultur, auf den sich die Benachrichtigung vom vergangenen Mittwoch bezieht. Der endgültige Nachweis steht aber noch aus“, sagte die Amtsärztin Cornelia Busse. „Eine Gefahr für die Mölschower bestand zu keinem Zeitpunkt.“

Zu den Vorwürfen der mangelnden Aufsicht versichert der Pressesprecher: Es sei rund um die Uhr eine Aufsichtsperson vor Ort. Deshalb sei die Kritik nicht nachvollziehbar. „Wir gehen dem Hinweis natürlich nach. Sollte tatsächlich niemand dagewesen sein, wird das Konsequenzen haben“, so Froitzheim.

Allerdings begegnet er möglichen Erwartungen, die Jugendlichen einzuschließen. „Das ist eine Einrichtung der Jugendhilfe, hier wird prinzipiell niemand eingeschlossen – es sei denn aus medizinischen Gründen.“ Dem Jugendamt sei bekannt, dass es hier mitunter zu Alkoholkonsum komme. Von Drogen wisse der Landkreis hingegen nichts. Froitzheim bedauert, dass die Angelegenheit Tage, nachdem der Betroffene ins Krankenhaus kam, hochgekocht werde. „In Mölschow gibt es zu den minderjährigen Flüchtlingen festgefahrene Positionen, die jetzt aufgegriffen wurden, um den eigenen Standpunkt zu bestätigen“. Weiter sagt er, dass der Bürgermeister über den TBC-Verdacht informier wurde. Roland Meyer entgegnet, er habe erst auf seine konkrete Nachfrage beim Kreis am Samstag während des Schlachtefestes von dem Verdachtsfall erfahren und bis heute keine Bestätigung erhalten.

Angelika Gutsche

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