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Usedom Mückeninvasion nervt Anwohner und Touristen
Vorpommern Usedom Mückeninvasion nervt Anwohner und Touristen
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00:00 13.09.2016
Mit chemischen Mitteln versucht die Stadt, die Mückenplage einzudämmen. Das ist aber nur in bestimmten Gebieten möglich. Quelle: Bik Swinemünde

So eine Mückenplage gab es in Swinemünde seit langem nicht mehr. Sie sind bissig wie noch nie. Bewohner und Besucher sind genervt. Touristen berichten in den Medien, dass sie noch nie so viele Mücken gesehen haben.

„Wir wollten eine Woche bleiben, sind aber nach zwei Tagen wegen der vielen Mücken wieder abgereist. Es war nicht auszuhalten. Die Beine sind übersät mit Mückenstichen. Wir wären gerne noch dort geblieben, aber die Gesundheit geht vor“, sagt Urlauber Dieter König.

Zu Beginn der Sommersaison gab es kaum Mücken in Swinemünde. Das sonnige Wetter Ende August war aber Ursache für die massive Mückeninvasion. Die Menschen verzichten auf Spaziergänge und Sportaktivitäten im Freien, da sie sofort von einem Mückenschwarm attackiert werden. Ein Film im Videoportal Youtube zeigt, wie die Passagiere der Stadtfähre versuchen, die Insekten zu vertreiben.

Ähnlich ist es auf den Straßen. In den Geschäften fehlen Schutzmittel gegen diese Insekten. „Wir lachen schon darüber, dass wir völlig anders gehen. Während man auf der Straße läuft, muss man sich gleichzeitig beugen und die Arme kräftig winken, um sich vor den Mücken zu schützen. Man gewinnt den Eindruck, dass die Menschen verrückt geworden sind“, sagt Krzysztof Nowakowski aus Swinemünde.

Die Stadt versichert, dass sie vieles tut, um die Mückenpopulation auf den Inseln zu verringern. Unter anderem gibt es jährlich eine Mückenbeseitigung. Dafür werden etwa 180 000 Zloty pro Jahr investiert. Die Aktion wird seit Anfang April durchgeführt. Die Wirksamkeit der Mückenbeseitigung wird drei Mal pro Monat an vier verschiedenen Standorten geprüft. Der Ausschuss besteht aus Beamten und Stadträten. Die Aktion wird erst dann als erfolgreich vermeldet, wenn innerhalb von zehn Minuten auf den Händen der Mitglieder des Ausschusses nicht mehr als 15 Mücken „sitzen“. Andernfalls erhält das Unternehmen, welches dafür beauftragt war, eine Vertragsstrafe. Stadtsprecher Robert Karelus erklärt, dass es schwierig ist, auf den Inseln aufgrund der besonderen Lage gegen die kleinen Tierchen zu kämpfen.

„Swinemünde liegt inmitten von weitreichenden offenen und waldreichen Feuchtgebieten. Die Mückenbeseitigung des gesamten Gebiets ist daher aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Im Bereich des Wolliner Nationalparks, des Reservats Karsiborska Kepa und der Gebiete Natura-2000 dürfen chemische Mittel nicht verwendet werden“, erklärt Robert Karelus.

Die Behörden sagen, dass die Mückenbeseitigungs-Aktion Ergebnisse bringt, aber das Problem liegt darin, dass die Mücken außerhalb des Stadtgebietes schlüpfen. In diesem Fall können nur erwachsene Exemplare bekämpft werden. Die einzige wirksame Methode ist das Spritzen. Diese Verfahrensweise kann aber nur in bestimmten Stadtteilen und zu gewissen Zeiten angewendet werden. Außerdem sind sie für andere Insekten tödlich, darunter für Bienen und Hummeln.

Radek Jagielski

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