Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Museum Peenemünde vernetzt Schüler aus Europa
Vorpommern Usedom Museum Peenemünde vernetzt Schüler aus Europa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 13.04.2016
Karlshagen/Ahlbeck

Auf diese internationalen Schüler-Begegnungen können sich etliche Jugendliche aus der Region freuen: Das Historisch-Technische Museum Peenemünde (HTM) hat als Leadpartner einen Antrag für ein EU-Programm zur Vernetzung von elf europäischen Projektpartnern zum Themenbereich des Ersten und Zweiten Weltkrieges in Brüssel eingereicht — nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit. Aus Deutschland sind das Runge-Gymnasium Wolgast, die Heinrich-Heine-Schule Karlshagen und die Europäische Gesamtschule Ahlbeck dabei. Insgesamt kommen die beteiligten Bildungseinrichtungen und Lernorte aus vier verschiedenen Staaten.

Ziel des Projektes ist es, durch die Vernetzung der nationalen Einzelaktivitäten der europäischen Nationen ein höheres Niveau der europäischen Erinnerungskultur zu erreichen. Künftig soll es daher verstärkt zu internationalen Schülerbegegnungen an historisch bedeutsamen Orten kommen, darunter befinden sich neben dem HTM Peenemünde die Bildungsstätte Golm und die polnischen Museen „Warschauer Aufstand“ sowie das Museum „ehemaliges KZ-Stutthof“.

„So ein Austausch passt gut zum Prinzip unserer Schule“, sagt Jürgen Räsch, Leiter der Ahlbecker Europa Schule. „Für die Schüler ist es eine Gelegenheit, sich mit einem schwierigen Teil der Geschichte auseinanderzusetzen.“ Denn die Vorfahren der beteiligten Schüler aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Polen hätten früher auf verfeindeten Seiten gestanden. „Bestehende Vorurteile und auch Hemmungen können abgebaut werden, wenn sich die Leute begegnen und kennenlernen“, so Räsch. Schon im Jahr 2016 soll es die nächsten Schülerbegegnungen geben.

Ähnlich sieht dies auch Marlies Schönberg, Leiterin der Heinrich-Heine-Schule Karlshagen. „Auf dieses Projekt kann man sich nur freuen“, sagt sie. „Es ist eine konsequente Fortsetzung unserer bisherigen Arbeit zu den deutschen Erinnerungskulturen“, sagt sie. Mit dem HTM Peenemünde habe die Regionale Schule bereits in den vergangenen 15 Jahren die unterschiedlichsten Projekte und Ausstellungen realisiert. „Für die Begegnung in Belgien oder Frankreich werden wir besonders interessierte Schüler auswählen“, sagt Schönberg.

In der Pilotphase des Projektes fanden in den letzten zwei Jahren bereits mehrere Arbeitstreffen und Begegnungen mit den zukünftigen Projektpartnern statt. Durch die Vernetzung und die Arbeit an den authentischen Orten, welche die europäische Geschichte nachhaltig verändert und geprägt haben, soll das Geschichtsbewusstsein der Jugend in der Europäischen Union gefördert werden. „Durch die gemeinsame Arbeit an außerschulischen Lernorten sollen Werte wie Toleranz, Verständigung und Miteinander vermittelt werden“, teilte Ute Augustat, Sprecherin des HTM, mit. Ein länderübergreifendes, europäisches Geschichtsverständnis ermögliche es den Schülern erst, auch kulturelle, geschichtliche und politische Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verstehen. „Aus nationalen Erinnerungskulturen wird so eine europäische Erinnerungskultur.“, sagt Augustat.

Von Kay Steinke

Land fördert Millioneninvestition / Im Herbst soll die Produktion in Herrenhufen starten

13.04.2016

Am Sonnabend laden Lehrer und Schüler in Wolgast zur Auftaktveranstaltung ein

13.04.2016

Morgen wird zur nächsten Veranstaltung im Rahmen der 19. Wolgaster Museumstage in das Wolgaster Museum Kaffeemühle eingeladen.

13.04.2016
Anzeige