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Mysteriösen Todesfällen auf der Spur

Ahlbeck Mysteriösen Todesfällen auf der Spur

Vom Hobby-Buchautor Helmut Graumann (82) aus Ahlbeck erscheint im September ein neues Buch

Ahlbeck. Vor mehr als 20 Jahren wurde im Zinnowitzer Hotel „Baltic“ ein junger Mann an der Rezeption erschossen. Der Fall wurde nie richtig aufgeklärt. Zwischen 1900 und 1950 starben mehr als 60 Fischer aus mysteriöse Weise vor Usedom. Auch ihr Schicksal konnte nie richtig aufgelöst werden. Was wie das Material für einen hochklassigen Krimi klingt, ist wirklich passiert. Und der Ahlbecker Hobbyautor Helmut Graumann beschäftigt sich seit mehr als eineinhalb Jahren mit unnatürlichen Todesfällen auf der Insel Usedom. Im September erscheint zu dem Thema ein Buch. Es ist bereits sein siebentes Werk.

„Einer der Auslöser war ein Zeitungsartikel zum Usedom-Krimi vor eineinhalb Jahren. Wie so oft geht es in den Filmen auch um Todesfälle. Diese werden aber immer aufgeklärt“, sagt Graumann, der heute 82 Jahre alt ist. Sein erstes Buch erschien im Jahr 1999, bis heute ist er dabei geblieben. Graumann machte sich die Suche nach Hinterbliebenen, Zeitzeugen und Forschern. Sie stellten ihm das Material zur Verfügung. Auch Friedhofsbesuche zählten zu seinen Aufgaben. Er schaute auch auf Friedhöfen vorbei und nahm die Inschriften auf den Grabsteinen unter die Lupe. So gewann er wertvolle Informationen für sein neuestes Werk.

Graumann kennt sich aus, was die Gestaltung von Büchern angeht. Ob Reiseführer, berühmte Persönlichkeiten aus Pommern, bedeutende Nachfahren aus Mecklenburg-Vorpommern – Graumann wühlt gerne in Kirchenarchiven und Museen die dicken Bücher.

„Die ungeklärten Ereignisse reichen sehr weit zurück. Aber es sind auch aktuelle Fälle dabei“, erklärt er. Zum Beispiel ein Flugzeugabsturz aus dem vergangenen Jahr über dem kleinen Stettiner Haff bei Kamminke, ein vom Müllwagen überrollter Rentner auf der Ahlbecker Promenade oder der vom Baum erschlagene Autofahrer auf der B 110. Das gehöre auch zu den unnatürlichen Todesfällen auf Usedom.

„Zu jedem Foto gibt es eine kleine Geschichte zu erzählen“, sagt der Rentner, der seit vier Jahren in Ahlbeck wohnt. Auch die Badetoten auf der Insel Usedom spielen in dem Buch eine Rolle.

Besonders viele Fälle seien in der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu verzeichnen. „Zum Beispiel gibt es viele so genannte Stolpersteine in den Kaiserbädern. Dort wohnten beispielsweise Juden, die in Konzentrationslagern ums Leben kamen.“

Der Usedomer erinnert auch an die vielen ums Leben gekommenen Menschen durch die Bombardierung Swinemündes. „Diese Toten liegen heute auf auf der Kriegsgräberstätte auf dem Golm in Kamminke.“

Die genaue Anzahl, über wieviele Tote er in seinem Buch schreibt, kann Graumann gar nicht genau beziffern.

Derzeit wird dem Buch beim BS-Verlag bei Rostock der letzte Schliff verpasst. Noch im Septembers dieses Jahres soll es erscheinen. „Auf 150 Seiten erkläre ich die Todesfälle auf der Insel Usedom, die nicht natürlich sind. Viele sind sogar sehr mysteriös und werfen noch etliche Fragen auf“, sagt Helmut Graumann.

Hannes Ewert

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