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Usedom NPD zu Debatte eingeladen – Streit geht weiter
Vorpommern Usedom NPD zu Debatte eingeladen – Streit geht weiter
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00:00 13.05.2016

Der Streit um die Frage, ob man AfD- und NPD-Politiker zu einer Podiumsdebatte für Studenten einladen sollte, schlägt in Greifswald weiter Wellen. Ein ausländischer Mitarbeiter des Max- Planck-Instituts hat sich jetzt an Uni-Rektorin Johanna Eleonore Weber gewendet und auf Englisch geschrieben, ihm mache es große Sorgen, dass der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) diesen Parteien eine Plattform bieten wolle (die E-Mail liegt der Ostsee-Zeitung vor). Damit unterstütze man rechte und rechtsextreme Bewegungen in der Stadt. Der studentische Asta hatte Vertreter der NPD und der AfD zu einer Podiumsdebatte eingeladen, die im Vorfeld der Landtagswahl in MV stattfinden sollte und inzwischen abgesagt wurde.

Der Asta ist das ausführende Organ des gewählten Studierendenparlaments (Stupa) und soll die Interessen der rund 10000 hiesigen Studenten vertreten. Doch für die Entscheidung, NPD- und AfD- Verteter einzuladen, wurden alle Asta-Mitglieder am Dienstagabend nach mehrstündiger Debatte im Stupa abgemahnt. Ebenfalls eine Rüge bekamen der bis dato noch amtierende Stupa-Präsident Marc Benedict und sein Stellvertreter Jonas Kettermann. Beide hatten die Entscheidung für die Einladungen mitgetragen und keinen Stupa-Beschluss zum Thema eingeholt. Am Dienstag, im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung, traten sie und Denise Fritsche als drittes Mitglied im Stupa-Präsidum zurück. Wie Jonas Kettermann gestern schriftlich gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG erklärte, hatte das andere Gründe. Welche, wird in der Erklärung allerdings nur angedeutet.

Stupa-Mitglied Björn Wieland (die Partei) sagt, in der vorherigen Debatte um die AfD- und die NPD-Einladung sei jedenfalls viel Kritik an den Dreien laut geworden. „Ich denke schon, dass das zu ihrem Rücktritt beigetragen hat.“

OZ

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