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Nach dramatischer Rettung: Ikarus fliegt wieder

Swinemünde Nach dramatischer Rettung: Ikarus fliegt wieder

Der Swinemünder Tierfotograf Krzysztof Chomicz hat zum zweiten Mal einen Adler aus dem Baggerschlamm aus der Swine gezogen und dabei seine Gesundheit riskiert

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Krzysztof Chomicz bei der Rettungsaktion. Um den jungen Adler aus dem Schlamm zu ziehen, begab er sich in Gefahr. Fotos (2): Slawek Ryfczynski

Swinemünde. Der Swinemünder Fotograf Krzysztof Chomicz hat erneut eine Heldentat vollbracht. Wieder rettete er einen jungen Seeadler vor dem sicheren Tod im Schleim des Ausbaggergebiets im Naturschutzbereich Kaseburger Farne. Dieses Mal war die Rettungsaktion extrem gefährlich. Um an den sterbenden Adler heranzukommen, musste sich Krzysztof Chomicz fast 100 Meter durch den Schlamm kämpfen. Die Feuerwehr, die zuvor versucht hatte, den Vogel zu retten, hatte sich wegen der lebensbedrohlichen Situation zurückziehen müssen.

OZ-Bild

Der Swinemünder Tierfotograf Krzysztof Chomicz hat zum zweiten Mal einen Adler aus dem Baggerschlamm aus der Swine gezogen und dabei seine Gesundheit riskiert

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Krzysztof Chomicz beschloss das Risiko einzugehen. Die Rettung gelang ihm, kostete den Fotograf allerdings Bettruhe wegen einer fiebernden Wunde. Nachdem die Geschichte bekannt wurde, gilt er in ganz Polen als Vorbild.

Die Rettungsaktion des Seeadlers war äußerst kompliziert. Am Dienstagnachmittag (27. Juli) bemerkte Chomicz, wie der junge Seeadler versuchte, dem Schleim zu entkommen. „Er wollte wohl eine Möwe fangen, die im Schlamm war. Doch leider fiel er selbst in die Falle, da er noch unerfahren war. Der Adler war erst etwa sechs Monate alt. Man musste ihn sofort herausziehen, ansonsten wäre ihm der Tod sicher, da der Schlamm sich am Abend verfestigt“, sagt der Swinemünder Fotograf.

Krzysztof Chomicz kommt oft in die Nähe der Ausbaggerungsgebiete, in die der aus der Fahrrinne entnommene Schlamm gepumpt wird. Der Platz ist ein großartiger Ort, um die wilde Natur zu fotografieren.

Seine besondere Leidenschaft sind Adler. Er weiß alles über sie; wo sie auf Beutefang gehen, wann man sie am besten beobachten kann und vieles mehr.

Nach der letztjährigen erfolgreichen Rettung eines Seeadlers hat er auch darin Erfahrung gesammelt. Zuerst hat er versucht alleine an den Vogel heranzukommen, aber der Abstand war zu groß. Er wollte nicht zu viel riskieren, so rief er die Feuerwehr an. Leider entschieden die Feuerwehrleute, die Aktion aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Krzysztof Chomicz hat jedoch nicht aufgegeben. Er wusste, dass jede Minute zählt. Über das Web-Portal iswinoujscie hat er um Hilfe gebeten. Auf seinen Appell antwortete eine Gruppe von Menschen. Es gab auch Freiwillige aus Heringsdorf. Letztendlich kamen mehrere Helfer vor Ort, um den Fotografen abzusichern.

Bei der Rettungsaktion haben die Helfer erstmals eine Drohne verwendet. „Dadurch wussten wir, dass der Seeadler noch am Leben ist, denn vom Weiten war das nicht erkennbar“, sagt Krzysztof Chomicz.

Die Aktion dauerte fast eine Stunde. Krzysztof Chomicz, an einem Seil festgebunden, watete die ganze Zeit durch den Schlamm. Manchmal fehlte ihm die Kraft, aber er wollte nicht aufgeben. Schließlich fing er den Seeadler. Der Vogel wusste nicht sofort, welche Absichten der Fotograf hat. Er stieß ihn mit seinem harten Schnabel am Arm. Außerdem wurde er am Bein verletzt. Dennoch freut er sich, dass der Raubvogel überlebt hat. „Ich habe darum gebeten, den Vogel zu beringen. Der Weißseeadler wird bald freigelassen werden“, sagt der Swinemünder.

Der Adler erhielt den Namen Ikarus. Inzwischen ist er wieder in gutem Zustand. Er wurde gefüttert, nach Stettin gebracht und gründlich gewaschen. Bald wird er im Wolliner Nationalpark fliegen.

Alben in Ahlbeck

Krzysztof Chomicz fotografiert seit Jahren die Natur der Swinemünder Inseln. Oft macht er auch Kameraausflüge auf die deutsche Seite von Usedom. Seine Leidenschaft sind Weiße Seeadler. Er macht nicht nur tolle Fotos von ihnen, sondern engagiert sich auch für ihren Schutz. Chomicz veröffentlichte bereits ein paar Alben . Sie sind in der Ahlbecker Strandbuchhandlung zugänglich. Für eine Adler-Aufnahme erhielt er eine Auszeichnung im renommierten Wettbewerb von National Geographic.

Radek Jagielski

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