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Usedom Nach vier Tagen Sturm auf Usedom: Schäden des Naturschauspiels werden allmählich sichtbar
Vorpommern Usedom Nach vier Tagen Sturm auf Usedom: Schäden des Naturschauspiels werden allmählich sichtbar
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00:00 07.10.2016
Am historischen Rathaus in Wolgast lösten sich Bleche am Dach. Auch hier rückte die Feuerwehr an. Quelle: Tilo Wallrodt (4), Bauhof Zinnowitz (2)

Zinnowitz Der erste kräftige Herbststurm hatte nicht nur die Insel sondern auch die Feuerwehrleute fest im Griff. Sie mussten oft raus, um umgestürzte Bäume von der Straße zu räumen. „Viele Deiche sind aufgeweicht und mussten gesichert werden“, sagt Achim Froitzheim, Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Elfmal musste die Feuerwehr in den Kaiserbädern ausrücken. „Alle Einsätze bezogen sich auf den Sturm“, sagt Wehrführer Andreas Räsch. Die Ahlbecker Seebrücke musste am Brückenkopf gesperrt werden. „Das Geländer wurde beschädigt“, erklärt er. An der Bansiner Steilküste wurde laut Bürgermeister Lars Petersen Sand abgetragen.

Zinnowitz Der erste kräftige Herbststurm hatte nicht nur die Insel sondern auch die Feuerwehrleute fest im Griff. Sie mussten oft raus, um umgestürzte Bäume von der Straße zu räumen.

Wir rechnen schon bald mit Hochwasser in Zecherin.“Bernd Nabert,

Polizeichef Heringsdorf

In Ückeritz konnte die Feuerwehr im Gerätehaus bleiben. „Wir müssen nur schauen, wie sich die Pegelstände am Achterwasser entwickeln“, sagt Marco Biedenweg, stellvertretender Wehrführer.

In Koserow rückte die Feuerwehr am Mittwoch vier Mal aus. Zunächst wehte der Überstand der Ponybehausung von „Karls“ weg und demolierte einen Traktor. Kurz danach fiel in der Nähe der Seebrücke ein größerer Ast auf drei parkende Autos. Eine Frontscheibe ging dabei zu Bruch. „Personen wurden nicht verletzt“, sagt Wehrführer Toni Schmidt. In der Meinholdstraße lag gegen 19 Uhr ein Baum auf der Straße. „Kurz nach 23 Uhr kollidierte die Usedomer Bäderbahn mit einem auf den Schienen liegenden Baum am Forsthaus Damerow. Am Zug entstand Blechschaden“, sagt Schmidt.

In Zempin waren die Feuerwehrleute am Abend damit beschäftigt, die Düne in der Nähe des Konzertplatzes zu schützen. „Wir orderten Kies aus Pudagla. Dieser soll die Düne verstärken.

Über diesen Zugang werden normalerweise Strandkörbe und die Essensversorgung an den Strand bugsiert“, erklärt Werner Schön, Bürgermeister und Wehrführer der Gemeinde.

In Zinnowitz musste die Feuerwehr am Abend nur zu einem umgestürzten Baum auf einem Privatgelände im Glienbergweg ausrücken. „Es liegt jetzt außerdem viel Müll am Strand, der durch den Sturm angeschwemmt wurde“, sagt Sven Gundlach von der Kurverwaltung. Auf der Seebrücke wurden Bänke aus der Verankerung gerissen und es lösten sich mehrere Bretter. Auch an der Surfbar am Strandaufgang 8Q wurde das Material in letzter Minute gerettet und in die Düne gelegt.

In Stolpe krachte ein Baum auf die Fahrbahn und beschädigte ein Auto. Auch hier war die Feuerwehr im Einsatz.

Am Donnerstagmorgen wurde die Hilfe der Feuerwehr in Trassenheide benötigt. Dort lag ebenfalls ein Baum auf der Straße. Seit gestern Mittag ist die Zecheriner Brücke nur halbseitig befahrbar. Die Polizei rechnet damit, dass der Wasserstand an dieser Stelle noch steigt. Laut Meteorologen soll der Sturm heute nachlassen.

Hannes Ewert

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