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Usedom Naturpark soll erneut Zertifikat für Qualität erhalten
Vorpommern Usedom Naturpark soll erneut Zertifikat für Qualität erhalten
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00:00 29.06.2016

Zweimal jährlich nimmt der Beirat des Naturparks Insel Usedom einen Bericht von Naturparkleiter Ulf Wigger über die in den vergangenen sechs Monaten geleistete Arbeit und Aktuelles entgegen. OZ sprach mit Wigger über seinen jüngstes Fazit.

Schon seit geraumer Zeit ist die Personalsituation im Park angespannt. Zu Beginn des Jahres hat sie sich verschärft, denn mit dem Weggang von Kai Paulig zum Stiftungsmanagement der Flächenagentur M-V GmbH ist eine wichtige Leitungsfunktion unbesetzt. Wigger hofft darauf, dass durch das zuständige Landesamt demnächst die Ausschreibung für die Stelle erfolgt, um sie bald neu besetzen zu können. Erfreut zeigt sich der Naturparkchef darüber, dass mit André Krause ein erfahrener Mann über das Bundesprogramm „Soziale Teilhabe“ weiter beschäftigt werden kann. Krause habe bereits drei Jahre lang in der Naturparkverwaltung gearbeitet, kenne sich hier bestens aus und werde weiter den Betrieb des Klaus-Bahlsen-Hauses in Usedom, den Informationsdienst und die Naturparkwacht unterstützen.

Ulf Wigger sieht aber noch eine weitere Möglichkeit, die Personalsituation ein wenig zu entschärfen: „Wir könnten über den Bundes-Freiwilligendienst einen weiteren Mitarbeiter befristet beschäftigen.

Wer meint, dass das das Richtige für ihn wäre, kann sich zunächst mal allgemein unter www.bundesfreiwilligendienst.de informieren, über die konkret im Naturpark zu erfüllenden Aufgaben gebe ich gern Auskunft.“

Vor gut fünf Jahren hat der Naturpark Insel Usedom in der bundesweiten „Qualitätsoffensive Naturparke“ die nötigen Anforderungen erfüllt und ein entsprechendes Qualitätszertifikat erhalten. Das damit verbundene Prozedere steht nun erneut an; am 11. und 12. Juli ist der damit beauftragte Prüfer Harald Sauer zu Gast auf der Insel Usedom. Der erfahrene Leiter des Naturparks „Rheinland“ wird sich dann mit den Antworten befassen, die die Usedomer, reagierend auf einen 98seitigen Fragenkatalog, zu Papier gebracht haben. „Wir müssen mindestens 250 von 500 möglichen Punkten erreichen, um das Zertifikat erneut zu bekommen“, macht Wigger deutlich und verweist als besonders positive Resultate auf die enge internationale Zusammenarbeit mit der Stadt Swinemünde und dem Wolliner Nationalpark im Rahmen des Programms Interreg IV oder die seit Jahren erfolgreiche Netzwerkarbeit mit dem Naturpark-Beirat und anderen Partnern.

„Negativ wird garantiert die anhaltende schwierige Personalsituation zu Buche schlagen“, ist sich Wigger sicher.

Um die Zusammenarbeit des Naturparks Insel Usedom mit der Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung ist es in der Öffentlichkeit nur scheinbar ein wenig ruhig geworden. „Der Eindruck täuscht, denn die Stiftung wird demnächst eine wichtige Baumaßnahme in unserem Haus in Usedom finanzieren“, stellt Wigger richtig.

Seit mehreren Jahren ist der Dachboden ein beliebtes Quartier für Fledermäuse, und die haben als unübersehbares Ergebnis ihrer durchaus erwünschten Anwesenheit die Decke zum darunter liegenden Sitzungssaal mit ihren Exkrementen in Mitleidenschaft gezogen. „Wir lassen deshalb diesen Teil sanieren und wollen zugleich für die Zukunft sichern, dass Menschen und Fledermäuse gleichermaßen in diesem Haus eine Heimstatt haben“, so der Naturparkleiter.

• www.bundesfreiwilligendienst.de

Dietrich Butenschön

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