Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Neue Bar lockt mit Veganburgern und Pflanzensuppe
Vorpommern Usedom Neue Bar lockt mit Veganburgern und Pflanzensuppe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 10.05.2016
Mitarbeiter Sebastian Stenka servierte unserem OZ-Mitarbeiter einen Veganburger. Dessen Kern bildet, anstatt einer Fleischscheibe, ein Kohlkotelett samt leckerem Dressing. Quelle: Radek Jagielski

In Swinemünde hat jetzt die erste Vegebar eröffnet. In dem Lokal werden Speisen ausschließlich pflanzlichen Ursprungs serviert. Die OSTSEE-ZEITUNG hat geprüft, wie die Gerichte schmecken. Und das Ergebnis war positiv. Im Gegenzug überreichten Leser den Swinemündern einiges an Küchengeschirr und wünschten den Gastgebern für ihren Start alles Gute.

Die Vegebar ist ein außergewöhnliches Projekt. Erstens, weil es von Personen umgesetzt wurde, die keine Erfahrung in der Gastronomie haben. Zweitens, weil dort die Schützlinge der Stiftung Motivation und Aktion — Menschen mit Behinderungen und mit verschiedenen Lebensproblemen — arbeiten. Die Arbeit in der Vegebar ist für sie ein Therapie-Bestandteil. Und was können die Gäste nun erwarten? „Wir haben ein paar grundlegende Gerichte“, sagt Karolina Flacht, von der Stiftung Motivation und Aktion. „Es gibt eine Pflanzensuppe, einen Veganburger und Pflanzenkuchen. Man kann also ein komplettes Drei-Gänge-Menü bekommen. Wir denken auch über einen Vegan-Kebab nach.“

Unsere Redaktion testete den erwähnten Veganburger, der vom Aussehen her einem traditionellen Hamburger gleicht. Anstelle der Fleischscheibe birgt sein Inneres ein Kohlkotelett, Gemüse und eine leckere Soße. Die Kombination erwies sich als schmackhaft.

Karolina Flacht erläutert, wie es dazu kam, dass eine Gruppe von Menschen ohne Erfahrung in der Gastronomie ein solches Lokal eröffnet hat: „Eine unserer Kolleginnen kocht vegetarische und vegane Gerichte. Manchmal brachte sie etwas mit und es hat uns immer geschmeckt. Wir haben beschlossen, das auszunutzen. Hinzu kommt, dass wir bis jetzt Probleme hatten, geeignete Gerichte für uns in der Stadt zu finden.“

An der Entstehung der Swinemünder Vegebar haben auch Bewohner des deutschen Teils der Insel Anteil. Wie Karolina Flacht erzählt, wurde die Küchenausstattung gesponsert. „Das war eine große Hilfe für den Start, da wir viele Ausgaben hatten“, verdeutlicht sie. „Auf Einladung unserer westlichen Nachbarn sind wir ins Dorf Loddin gefahren. Dort trafen wir den Chef des Restaurants Waterblick, der unser Projekt mit erforderlicher Küchenausstattung unterstützte. Für den Start-up war das sehr wichtig. Noch wichtiger war, das wir sehr viele gute Worte hörten. Dafür sagen wir Danke.“

Von rj

An der Fährüberfahrt „Karsibór“ sammelt ein Mann Geld von Touristen — für eine OP von herzkranken Kindern, wie er sagt. Er hat eine Sammeldose und eine Kennkarte mit einem Foto.

10.05.2016

In Ueckermünde gibt es wenige unsanierte Mietshäuser / Dadurch sind die günstigsten Wohnungen dort teurer als in Greifswald

10.05.2016

Zur WM nach Holland

10.05.2016
Anzeige