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Usedom Neue Chance für Usedomer Inselmühle?
Vorpommern Usedom Neue Chance für Usedomer Inselmühle?
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00:01 19.10.2017
Die leerstehende Inselmühle: Pläne für ein Mehrgenerationshaus scheiterten. Nun könnte es eine Naturmanufaktur werden. Quelle: Foto: Ingrid Nadler
Usedom

Die Inselmühle in Usedom war fast schon zugewachsen. Allerlei Gestrüpp hatte sich rings um die 1991 still gelegte Getreidemühle breit gemacht. Der zaghafte Versuch junger Enthusiasten, hieraus auf Genossenschaftsbasis ein Mehrgenerationenhaus zu entwickeln, war 2015 gar nicht erst aus den Startlöchern gekommen.

Nun sind vor einigen Wochen Männer mit schwerer Räumtechnik angerückt, die das ortsbildprägende Gebäude innerhalb kurzer Zeit wieder ins rechte Licht gerückt haben. Aus den Geschichtsbüchern weiß

man, dass Usedom seit dem Mittelalter mehrere Mühlen besaß. Um 1880 hat es demnach eine Bockwindmühle und drei Holländermühlen gegeben. Mit der Inselmühle, die über eine Windturbine verfügt hat, hat Carl Schwarz 1912 die lange Tradition der Mühlengeschichte fortgeführt. Bekommt sie eine neue Chance?

Es sieht zumindest danach aus. Torsten Peters, der aus Lüskow in der Nähe von Anklam stammt und Geschäftsführer der NOA Anklam AG war, plant hier eine Naturmanufaktur, „in der verschiedene landwirtschaftliche Produkte zu Lebens- und Futtermitteln verarbeitet werden können.“ Auf Nachfrage, ob er die Produktpalette näher bezeichnen könne, erklärte Peters, dass es sich vorerst um Obst- und Gemüsesäfte und Speiseöle handeln würde. „Da wir uns in der Planung befinden und danach alle Genehmigungen eingeholt werden müssen, können wir momentan nicht detaillierter Auskunft erteilen.“ Der potenzielle Investor, der den Betrieb in Usedom persönlich leiten will, verspricht zu gegebener Zeit jedoch größtmögliche Transparenz. Zur Zeit laufen auf dem Gelände Räum- und Sicherungsarbeiten.

„Wichtig ist uns, dass wir das Gebäude nebst Anbauten in der Struktur und im Charakter so erhalten wie es ist, sowie in ihrer ursprünglichen Bestimmung als Mühle.“ Der Lüskower denkt daran, einen Direktverkauf zu ermöglichen und eine Schaumanufaktur zu errichten, Nicht zuletzt deshalb würden einige Arbeitsplätze entstehen.

Ingrid Nadler

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