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Neue Initiative für eigenständige Grundschule

Karlshagen Neue Initiative für eigenständige Grundschule

Karlshagener Eltern, Lehrer, Vereinsmitglieder und Freunde der Schule streben Bürgerbegehren an

Karlshagen. Aufgeben gilt nicht. Das sagen sich viele Karlshagener Bürger und wollen die angestrebte Fusion der örtlichen Grundschule mit der Regionalschule wieder kippen.

Die Gemeindevertretung hatte mehrheitlich einen entsprechenden Beschluss am 4. August gefasst, der die Eigenständigkeit der Grundschule ab Schuljahr 2017/18 aufhebt (wir berichteten).

Nun hat sich trotz Schulferienzeit sehr kurzfristig eine Initiative gebildet, deren erklärtes Ziel es ist, ausreichend Unterschriften von wahlberechtigten Einwohnern im Seebad für ein Volksbegehren zu sammeln. Ab kommender Woche sollen dazu bereits Helfer mit entsprechend vorbereiteten Listen im Ort unterwegs sein. Gelingt es, mehr als zehn Prozent der wahlberechtigten Karlshagener zur Unterschrift zu bewegen, muss sich die Gemeindevertretung noch einmal mit dem Thema befassen. Bleibt es dann dennoch beim Beschluss, beide Schulen zusammenlegen zu wollen, will die Bürgerinitiative die nächste Hürde angehen: einen Bürgerentscheid.

„Wir haben uns dazu rechtliche Begleitung gesichert und sind entschlossen, uns zu wehren. Auch, weil wir viel Ermutigung in der Gemeinde und aus den umliegenden Orten erhalten“, beschreibt Claudia Beuster-Acker die Ausgangssituation der basisdemokratischen Bemühungen. Der Initiative ist es besonders wichtig, nochmals mit den markanten Gründen für ihre Haltung in die Offensive zu kommen: Weil laut Schulentwicklungsplanung keine der beiden Schulen im Bestand gefährdet ist, gäbe es auch keine Not, sie zusammenzulegen. Zweitens seien für einen solchen Schritt weder wirtschaftliche Zwänge, noch Einsparungen erkennbar. Drittens: Die wegfallende Schulleiterstelle an der Grundschule würde durch einen Koordinator mit 16 Leitungsstunden pro Woche ersetzt – völlig unzureichend, meinen Beuster-Acker und ihre Mitstreiter. Viertens bestehe die Gefahr, dass ausgebildete Grundschullehrer sich umorientieren und womöglich aus dem Ort wegziehen könnten. Und schließlich hätten zwei eigenständige Schulen bessere Möglichkeiten, sich entsprechend ihrer Spezifik zu profilieren, Schwerpunkte zu setzen. Ein familiäres Lernklima, überschaubare Strukturen und kurze Wege würden einen besonders geschützten Raum für die jüngsten Schüler garantieren. „Unter einer Zentralisierung leidet immer der Einzelne“, heißt es in einer Erklärung der Initiative weiter. Insidern wie Betrachtern von außen fällt außerdem auf, dass der Beschluss ohne überzeugende Gründe im August eiligst „durchgedrückt“ würde. Warum, lautet die immer wieder gestellte Frage.

Die Initiative hat bereits Kontakt zum Bürgerbeauftragten des Landes aufgenommen und von ihm Ermutigung erfahren.

Die Karlshagener werden aufgerufen, die zur Zeit noch idealen Lernbedingungen auch künftigen Schülergenerationen zu sichern.

Steffen Adler

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