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Usedom Neue Leitung für das Museum gesucht
Vorpommern Usedom Neue Leitung für das Museum gesucht
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12:52 04.12.2018
Museumsleiterin Dr. Barbara Roggow (l.) und Mitarbeiterin Karin Haufschild bereiten die Ausstellung zum diesjährigen Wolgaster Weihnachtsmarkt vor. Quelle: Tom Schröter
Wolgast

Die Stadt Wolgast will im kommenden Jahr die Leitung des Museums neu besetzen. Eine entsprechende Stellenausschreibung wurde jetzt auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Demnach betreibt die Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH mit Sitz in Mölschow ab 2019 das stadtgeschichtliche Museum in Wolgast. Auch das Geburtshaus des Malers Philipp Otto Runge in der Kronwiekstraße sowie die St. Gertrud-Kapelle auf dem Alten Friedhof an der Feldstraße werden vom Museum aus betreut.

Der Grund für den personellen Wechsel: Dr. Barbara Roggow (64), die langjährige Leiterin des Museums Kaffeemühle, geht im nächsten Jahr in den Ruhestand. Für ihre Nachfolge wird eine Person mit abgeschlossenem Hochschulstudium „in einem einschlägigen Fachgebiet“ sowie mit spezifischem Interesse und Kenntnissen der pommerschen und Wolgaster Geschichte gesucht. Die Ausschreibungsfrist endet am 14. Dezember.

Neues Grundkonzept für die Kaffeemühle

Zu den Aufgabenbereichen der künftigen Leitung gehört unter anderem der Aufbau eines neuen Grundkonzeptes für die Kaffeemühle. „Unsere jetzige Ausstellung ist 20 Jahre alt. Daher ist, wie im Runge-Haus bereits geschehen, auch im Museum eine Überarbeitung dringend notwendig“, sagt Leiterin Roggow. Wichtige Bereiche der Stadthistorie, wie etwa die maritime Geschichte, müssten an einer Stelle im Haus konzentriert werden. Auch moderne Technik, die den Besuchern ein interaktives Agieren ermöglicht, solle Einzug halten. Im gleichen Zuge seien Renovierungsarbeiten im Gebäudeinneren und eine Aufrüstung der Sicherheitstechnik erforderlich. Barbara Roggow verweist zum Beispiel auf die Anschaffung von Überwachungskameras, um künftig dem Diebstahl von Exponaten vorzubeugen.

Der Museumsleiterin will ihrem Nachfolger bzw. ihrer Nachfolgerin bei der Entwicklung und Umsetzung der neuen Museumskonzeption freie Hand lassen, aber würde gern noch einige Denkanstöße geben. So schlägt sie vor, junge Menschen aus der Region in den Erneuerungsprozess einzubinden: „Im Rahmen des Kunstunterrichts könnten Schüler des Runge-Gymnasiums ihre Ideen einbringen, wie sie sich ein Stadtmuseum der Zukunft vorstellen.“ Als ein konkretes Thema böte sich das Anliegen an, Wolgast als einstige Residenzstadt der Herzöge von Pommern-Wolgast stärker herauszustellen.

In der Stellenausschreibung wird auch auf die Sonderausstellungen eingegangen, zu denen traditionell während der Saison im Museumssaal eingeladen wird. In diesem Jahr waren hier Personalausstellungen der Künstler Jürgen Kümmel und Matthias Wegehaupt sowie eine Schau mit Reisebildern der Moderne zu bewundern. Die „Wohnzimmer-Ausstellung“ im Runge-Haus widmete sich indes dem Schaffen des Malers Dietrich Becker. Auch für 2019 sind entsprechende Vorbereitungen im Gange.

In diesem Jahr rund 7000 Gäste gezählt

Mit der Besucherresonanz für 2018 ist die erfahrene Leiterin „nicht ganz zufrieden“. Etwa 7000 Gäste hätten in den musealen Einrichtungen begrüßt werden können, etwas weniger als sonst, was wohl mit dem heißen und langen Sommer zusammenhänge. Auch Führungen durch das etwa 400 Jahre alte Museumsgebäude, das früher zeitweise als Speicher und Gaststätte mit Pension diente, und durch die Altstadt gehören zum Angebot. Wie Barbara Roggow weiter berichtet, wächst der Exponatefundus noch immer stetig. In jüngerer Zeit habe sich der Bestand zum Beispiel um einen Freester Fischerteppich, mehrere Gemälde, historische Babykleidung, Abzeichen und Wimpel der Peene-Werft und um ein in der ehemaligen Wolgaster Stickereifabrik kunstvoll angefertigtes Stadtwappen vergrößert.

Auch während des Wolgaster Weihnachtsmarktes vom 14. bis 16. Dezember wird das Museum öffnen. Eine Winterausstellung ist zu sehen. Zudem soll hier gebastelt, gebacken und vorgelesen werden.

Tom Schröter

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