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Usedom Neue Wege, Marina, Hafen: Karsibor verändert sich
Vorpommern Usedom Neue Wege, Marina, Hafen: Karsibor verändert sich
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00:05 02.02.2018
Links der Piastowski-Kanal, rechts das Stettiner Haff: Die Insel Karsibor blieb bislang weitgehend naturbelassen. Quelle: Foto: Slawek Ryfczynski

Die Insel Karsibor am Stettiner Haff blieb von Großinvestitionen bislang verschont. Das Eiland steht für Ursprünglichkeit und Ruhe und war deshalb bei Naturliebhabern sehr beliebt. Nun aber deutet vieles darauf hin, dass es mit dieser Beschaulichkeit bald vorbei sein könnte. Karsibor (zu deutsch Kaseburg) könnte sich in den kommenden Jahren völlig verändern. Von neuen Verkehrs- und Fahrradwegen ist die Rede, auch von einer Marina und einem Fischerhafen. Die Investitionen sollen dem Tourismus Tür und Tor öffnen. Ob die Neuerungen eine gute Lösung für die 7,1 Kilometer lange und 6,7 Kilometer breite Insel sein werden, bleibt abzuwarten. Schon steht ein 71 Hektar großes Gelände auf Karsibor für 3,2 Millionen Euro zum Verkauf. Auf sechs der 71 Hektar sollen laut Raumordnungsplan eine Marina sowie Tourismus- und Wassersportobjekte entstehen. „Die einzelnen Parzellen, die das Gesamtareal ausmachen, besitzen einen unterschiedlichen Rechtsstatus: Mal besteht ein Vorverkaufsrecht, mal ist es ein Stück Wald und mal eine landwirtschaftliche Fläche. Somit erfolgen die Transaktionen schrittweise“, schildert Piotr Dronski, Stettiner Immobilienmakler.

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Die beschauliche Insel am Haff soll touristisch erschlossen werden

Im Verlauf der letzten Jahre wechselte das attraktive Areal bereits mehrmals den Besitzer. Anfangs verfügte der polnische Staat darüber, dann wirtschaftete hier die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Nr. 2 „An der Swine“. Später war das Grundstück in privater Hand. Unlängst wurde es an die Gesellschaft Delta Max veräußert.

Interessanterweise ist der Verkauf der meisten Karsiborer Parzellen zur selben Zeit erfolgt, in der viele Schlüsselinvestitionen auf der Insel begonnen haben. In diesem Jahr soll der Hauptverkehrsweg der Insel – die Straße des 1. Mai – komplett modernisiert werden. Geplant sind ein neuer Kreisverkehr, ein Fahrradweg und ein Parkplatz für Busse. Die Modernisierungskosten belaufen sich auf mehr als 16 Millionen Zloty (3,8 Millionen Euro). Parallel zur Straße sollen eine Abwasserleitung und ein drei Kilometer langer Fußweg entstehen, was Einwohner der Insel freut. Vorgesehen sind hier außerdem noch eine Kajakanlegestelle und eine Promenade. Beginnen sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr. Gekrönt werden sollen die Neuerungen auf der Insel Kaseburg vom Bau eines „Zentrums der Biodiversität des Swine-Rückstromdeltas“. Das neue Objekt hat eine Reihe von Bildungs-, Tourismus und Wissenschaftsfunktionen zu erfüllen. Es sollen dort Ausstellungs- und Unterrichtsräume, Labore sowie Büro- und Sozialräume gebaut werden. Nebenan sollen ein Sinnespielplatz und ein Parkplatz entstehen. Eine der Aufgaben des Zentrums wird es sein, Bildungsangebote zu entwickeln, Schulungen zum Schutz der Natursiedlungsgebiete im Bereich Natura 2000 durchzuführen sowie Ausstellungen und Workshops über Flora und Fauna der Swinemünder Inseln zu organisieren. An dem neuartigen Projekt will sich die Universität Szczecin beteiligen. Die Hochschule will dort naturwissenschaftliche Forschungsarbeit zu den vom Aussterben bedrohten Gattungen betreiben sowie Werbung für die Naturschätze der Insel Kaseburg, also ihre Flora und Fauna, machen.

Alles deutet darauf hin, dass Karsibor ein Investitionsboom bevorsteht. Die Grundstückspreise auf der Insel dürften deshalb deutlich steigen.

Radek Jagielski

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