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Usedom Neuendorfer befürchtet Verkehrschaos auf der B 111
Vorpommern Usedom Neuendorfer befürchtet Verkehrschaos auf der B 111
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00:01 28.03.2017
Karsten Bauckhage aus Neuendorf ärgert sich über die Baustellenbedingungen zwischen Zinnowitz und Neuendorf. Quelle: Foto: H. Ewert

Zum Osterfest befürchtet der Neuendorfer Unternehmer Karsten Bauckhage ein Verkehrschaos und Stau auf der Bundesstraße 111 auf Höhe des Neuendorfer Weges. Der Grund: Die Kreisstraße zum Gnitz ist nur einspurig befahrbar, und der Verkehr wird per Ampelschaltung auf der B 111 geregelt.

Neue Verkehrsführung

Autofahrer müssen bis Ende September auf der Kreisstraße VG 29 in der Ortsdurchfahrt Zinnowitz mit Behinderungen rechnen. Radweg und Straße werden ausgebaut. Dadurch ändert sich die Verkehrsführung im Neuendorfer Weg und am Knotenpunkt B 111/Neuendorfer Weg/Alte Strandstraße.

„Auf der Baustelle sind gerade mal vier Männer im Einsatz. Nichts gegen die Fähigkeiten der Bauarbeiter, aber kann die gesamte Arbeitszeit an der Baustelle nicht verkürzt werden, indem in einem Mehrschichtsystem oder bei günstigen Bedingungen auch in den Abendstunden gebaut wird?“, fragt Bauckhage. Der Unternehmer, der in Neuendorf eine Gastronomie betreibt, erinnert an Baustellen, bei denen dies auf der Insel bereits funktioniert hat. „In Koserow wurden auf Höhe des Kreisverkehres hohe Schutzzäune angebracht, damit die Fußgänger nicht quer über die Straße gehen. Über mehrere Monate liefen diese über die Straße. Die Abend- und Nachtbaustelle hat dort gut funktioniert. „

Solch eine Lösung wünscht er sich auch auf dem Weg nach Neuendorf. „Bis in den September hinein soll hier gebaut werden. Geplant ist unter anderem ein neuer Radweg, der zum Gnitz führt“, erklärt er.

Ihn stört, dass der Weg, den die Autos derzeit fahren müssen, in einem sehr schlechten Zustand ist. „Es gibt tiefe Löcher und wenn es regnet, steht alles unter Wasser“, sagt er. Auch Radfahrer hätten dort schon ihre Probleme gehabt.

Regelmäßig steht Karsten Bauckhage mit Behörden, Ämtern und Ministerien in Kontakt, um auf die problematische Situation an der Kreisstraße aufmerksam zu machen. „Mein Ziel ist, dass die Gnitzer ernst genommen werden.“

Auftraggeber für die Sanierung der Straße ist der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Dort heißt es seitens Sprecherin Anke Radlof, dass es keine Möglichkeiten an der Baustelle gibt, den Verkehr an der Straße vorbei zu führen. Außerdem werden unterirdische Wasser- und Abwasserleitungen verlegt.

Und was ist mit einem angedachten Mehrschichtsystem? Auf einer Baustelle auf mehreren hundert Metern sind nur vier Personen tätig. Dazu Kreissprecherin Anke Radlof: „Eine Erhöhung der Arbeitskräftezahl bringt terminlich und auch wirtschaftlich keine Verbesserung.“

Die Ampelanlage wird über die Feiertage wie Ostern und Pfingsten nicht abgebaut. „Dies hätte zur Folge, dass im Baufeld die Zweispurigkeit wieder hergestellt werden muss. Dementsprechend muss der Bauablauf angepasst werden. Dadurch entstünden Verzögerungen und auch zusätzliche Kosten“, erklärt Anke Radlof.

Der Landkreis ist bestrebt, bis zu den Sommerferien eine zweispurige Befahrbarkeit auf dem Asphalt zum Gnitz herzustellen.

Hannes Ewert

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