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Neuer Usedom-Film läuft auf der Berlinale

Heringsdorf/Berlin Neuer Usedom-Film läuft auf der Berlinale

Aufführung des Dokfilms gilt als große Wertschätzung der Arbeit von Regisseur Heinz Bertram

Heringsdorf/Berlin. Am 17. Februar kommt Deutschlands zweitgrößte Insel in der Hauptstadt (wieder mal) zu großen Ehren. Dann läuft im inzwischen tatsächlich schon legendären „Kino International“ ab 11.30 Uhr der neueste Usedom-Film unter dem Titel „Der freie Blick aufs Meer“. Er wird damit Bestandteil des Programms der 68. Berlinale in der Kategorie Special für Dokumentarstreifen. Insider sprechen bereits in diesem Zusammenhang von einem Riesenerfolg, denn unter hunderten eingereichten Beiträgen gelangen nur ganz wenige auf die Leinwand. Der Streifen von Heinz Brinkmann ist dabei. Der Mann vom Jahrgang 1948 stammt aus Heringsdorf, ist in Bansin zur Schule gegangen und hat am Gorki-Gymnasium sein Abitur gemacht. Später studierte Brinkmann an der Hochschule für Film und Fernsehen sowie Kamera auf Diplom. Seine Filmografie bis heute ist äußerst umfänglich.

In 95 Filmminuten zeigt die Produktionsfirma Artia Nova Film – in Koproduktion mit dem NDR und dem RBB sowie gefördert vom Bund, dem Land und dem Filmförderfonds – wie sich die deutsch-polnische Insel entwickelt und verändert hat, zugleich aber geblieben ist, was sie schon Ende des 19. Jahrhunderts war: jener Ort, für den der Satz des Autors Alfred Kerr noch immer gilt: „In Heringsdorf begegnet man den Menschen, vor denen man aus Berlin geflohen ist.“ Dass dabei namhafte Insulaner wie unter anderem Ortschronist Fritz Spalink, Bürgermeister Lars Petersen (im Adamskostüm!) und Immobilienmakler Mathias Hasbargen in Bild und Wort erscheinen, ist ebenso hervorhebenswert wie die Tatsache, dass mit Izabela Jarych (Empfangsdame im „Ahlbecker Hof“) sowie Mariusz Lokay, der sich als Brückenbauer Usedoms versteht, auch moderne wie engagierte Polen eine wichtige Rolle spielen. Immerhin verbindet beide Teile der Insel die längste Promenade Europas.

Der Film liefert kleine Geschichten von Menschen, die auf die Insel kamen und zu Gastgebern für Millionen Urlauber wurden. Bei der Voraufführung vor einer illustren Heringsdorfer Gesellschaft ernteten jedenfalls Brinkmann (Buch und Regie), Thomas Plenert (Kamera) und Fritz Hartthaler (Produktion) sowie das gesamte Team nahezu ausschließlich Lob. „Ich mag den Umgang mit den ostdeutschen Dokumentarfilmern“, sagt Spalink, der besonders ihre handwerklichen Fähigkeiten sehr zu schätzen weiß. Von daher hatte er auch damit gerechnet, dass der neue Insel-Film von hoher Qualität sein würde.

„Und ich wurde nicht enttäuscht“, sagt Spalink.

Am 17. Februar fährt er nun mit interessierten Freunden nach Berlin, um sich den Streifen im „International“, also in klassischer Kulisse, anzuschauen. Es wird eine Tagestour, für die es noch einige freie Plätze im Bus gibt.

Kontakt/Mitfahrt:

☎ 0151 / 28 5455 04 (Fritz Spalink)

Steffen Adler

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